Trotz langer Überzahl: Tamsweg biss sich an bärenstarker Leogang-Defensive die Zähne aus

Im Leoganger Steinbergstadion standen sich heute der Aufsteiger SC Leogang und der SC Tamsweg gegenüber. Obwohl die Gäste aus dem Lungau quasi eine Halbzeit lang in Überzahl agierten, mussten sie sich am Ende knapp mit 1:2 geschlagen geben.

 

 

Leogang mit komfortabler Pausenführung

Besser hätte die neue Spielzeit beziehungsweise die Partie für den Liganeuling aus Leogang gar nicht starten können. Nach lediglich drei Minuten zog Bernhard Eder von der Strafraumgrenze ab und traf platziert ins lange Eck - 1:0. "Aus Hintergrundinformationen hab' ich das Spielsystem von Tamsweg entnommen. Sie haben gleich gespielt wie unser letzter Testspielgegner Saalbach. Das hat uns natürlich heute sehr geholfen", verrät Leogangs Spielertrainer Philipp Landauer. In der weiteren Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung mit wenig Torchancen. "Es war irgendwie nix besonderes", klärt Tamsweg-Präsident Harald Moser auf. Nach rund einer gespielten halben Stunde stachen die Heimischen aber ein zweites Mal zu: Ivan Lozanzic tauchte nach einem Corner gefährlich im Gäste-Sechzehner auf. Sein erster Versuch wurde noch geblockt, im zweiten Anlauf drückte er das Leder via Dropkick über die Linie - 2:0 (33.).

 

Tamsweg konnte aus frühem Leoganger Platzverweis kein Kapital schlagen

So gut der erste Durchgang für die Landauer-Buben begann, so schlecht verlief der Start in den zweiten Abschnitt. Nur wenige Augenblicke waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Heim-Akteur Mario Lucic das Kunstleder mit der Hand von der Linie kratzte. Für die Heimelf doppelt bitter, zumal es für dieses Vergehen nicht nur Elfmeter, sondern auch die Rote Karte gab. Alexander Lischent übernahm die Verantwortung und verkürzte vom Punkt auf 2:1 (47.). "Danach hat Leogang mit Mann und Maus verteidigt. Bis zum Sechzehner haben wir gut gespielt, dann sind uns allerdings die Ideen ausgegangen", bilanziert Moser. Mehr als ein Lattenkracher von Andreas Jäger und ein Kopfball, der nur hauchdünn sein Ziel verfehlte, sprang für die Lungauer nicht heraus. Und es hätte durchaus noch dicker kommen können, wie Landauer erklärt: "Vor allem im Konter kamen wir noch zu guten Möglichkeiten." Erst war Tamsweg-Keeper Bernhard Schiefer bei einem Quehenberger-Freistoß der Spielverderber, wenig später wurde ein Huber-Solo nicht mit einem Treffer belohnt. In den letzten zehn Minuten wurde schließlich noch Leogang-Urgestein Martin Bierbaumer verabschiedet. Bierbaumer und seine zehn Kompanen brachten das Schäfchen letztendlich ins Trockene und durften den ersten vollen Erfolg der noch jungen Saison bejubeln. "Die Defensivleistung war top, das Momentum auf unserer Seite", fasst Landauer das Geschehen kurz zusammen. Moser hingegen kann den Leogangern nur gratulieren: "Sie haben das sehr clever gemacht. Die Lösungen, die wir gebraucht hätten, haben wir einfach nicht gehabt. Es war zwar eine unglückliche, aber nicht unverdiente Niederlage."

 

 

 SC Leogang  2:1 (2:0)  SC Tamsweg 

Leogang, SR: Reinhard Marcinko

 

Torfolge: 1:0 Bernhard Eder (3.), 2:0 Ivan Lozancic (33.), 2:1 Alexander Lischent (47., Elfmeter)

 

Rote Karte: Mario Lucic (46., Torraub)

 

Die Besten bei Leogang: Daniel Bytel (LV), Matteo Huber (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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