“Wir haben da unten nix verloren“ - Sorgenkind Pfarrwerfen nimmt Verfolgung auf

Die Herbstmeisterschaft in der 1. Landesliga war für den SC Pfarrwerfen von vielen Ups und Downs geprägt. Der momentane Tabellenstand ist für die Pongauer zwar ernüchternd, aber keinesfalls ein Grund dafür, die Fassung zu verlieren. Wie schon vor zwei Jahren, wo die Pfarrwerfener nach dem ersten Saisonabschnitt ebenfalls im Besitz der roten Laterne waren, ist fürs Frühjahr eine Aufholjagd geplant, die logischerweise erfolgreich verlaufen sollte, um am Ende neuerlich über den Klassenerhalt jubeln zu können. Für die Lilien wäre es der vierte en suite.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus 

 

Gefühlschaos nach turbulenter Hoch-Tief-Bewegung

"Ein schwieriger Herbst", bläst Obmann Daniel Hager durch. Das Thema Corona, in aller Munde, bescherte den Pongauern desöfteren ein mulmiges Gefühl. "Die Ungewissheit war stets im Hinterkopf. Wir haben nie gewusst, wie es weitergeht. Spielen wir, spielen wir nicht. Mit Zuschauern oder vor leeren Rängen", schildert Hager. Rein sportlich gesehen erlebte Pfarrwerfen eine wahre Achterbahnfahrt. "Im Endeffekt war es ein gesunder Mix aus guten und weniger guten Spielen." Neben den herben Niederlagen gegen den Aufsteiger ASV (1:9), Strobl (0:7) und Tamsweg (0:5) durften die Lilien vereinzelt auch schöne Momente genießen: Den ersten Saisonsieg gegen St. Michael (3:1), das so wichtige 4:2 im Kellerduell gegen die Grödiger 1b und nicht zuletzt der 3:2-Derbyerfolg über Schwarzach. Dazwischen mischten sich noch einige, oft auch unnötige, knappe Pleiten. Dass bei den Pfarrwerfenern unterm Strich abermals die Kontinuität fehlte, lässt sich für Hager ein Stück weit auf die Verletzungssorgen zurückführen. "In manchen Partien hat sich die Startelf quasi selbst aufgestellt."

 

Ziele

Für den zweiten Saisonabschnitt wünscht sich der SCP-Obmann, dass ohne Einschränkungen gespielt werden darf. "Dass wir wieder vor Zuschauern kicken, es wieder einen Kantinenbetrieb gibt, wo wir alle nach dem Spiel gemeinsam ein Bier trinken können", fügt Hager hinzu. In Bezug auf die Liga peilt das aktuelle Tabellenschlusslicht den neuerlichen Ligaverbleib an. "Meiner Meinung nach sind wir im Herbst unter Wert geschlagen worden. Mit unserem Kader haben wir da unten im Tabellenkeller nix verloren", meint Hager. Vor allem die letzten Saisonverläufe avancieren zum nötigen Mutmacher: 2018/19 lag der Verein ebenfalls an letzter Stelle, holte im Frühjahr fast doppelt so viele Points und erreichte letztendlich das rettende Ufer. "Ich will nicht sagen, dass wir eine Frühjahrsmannschaft sind, aber es stimmt, nach einem enttäuschenden Herbst ist schon oft ein Mega-Frühjahr gefolgt", so Hager, der den kommenden Aufgaben äußerst optimistisch entgegenblickt. "Die Mannschaft brennt aufs Fußball spielen. Wenn wir das raushauen, was in uns steckt, bin ich positiv gestimmt, dass wir die nötigen Punkte holen werden."

 

Transfers 

Neben dem Trainerwechsel, wir berichteten, ist auch im Spielerkader die ein oder andere Veränderung geplant. "Zwei junge Spieler kommen fix. An einem weiteren, möglichen Transfer wird noch gearbeitet", will Hager allerdings noch keine Namen verraten. 

 

Vorbereitung 

Die Kicker rund um Neo-Coach Martin Baier stehen schon seit Dezember im Vorbereitungstraining. "Sie absolvieren momentan ein Heimprogramm, welches sich im Jänner fortsetzen wird", lässt Hager wissen. Wird das Verbot der Kontaktsportarten aufgehoben, begeben sich die Pfarrwerfener wie gehabt auf den Kunstrasenplatz in St. Johann/Pongau, um dort die notwendige spielerische Finesse zu ergattern. "Ansonsten stehen halt die gewohnten Lauf- und Individualtrainings am Programm", ergänzt der Klubobmann. In Bezug auf den Frühjahrsstart, der für die Pongauer bereits am 13. März mit dem Heimspiel gegen Leader Plainfelder über die Bühne gehen sollte, zeigt sich Hager skeptisch: "Zum einen werden es wohl unsere Platzverhältnisse nicht zulassen, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass bis dahin die Corona-Geschichte vom Tisch ist." 

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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