„Spitzenplatz fast unmöglich“ - USV 1960 Berndorf setzt sich in der neutralen Tabellenzone fest

Den USV 1960 Berndorf hatten für die laufende 1. Landesliga-Saison 2020/21 einige auf der Rechnung, zumindest wenn es um die Frage nach dem Geheimfavoriten ging. Dass es zum Jahreswechsel lediglich für Platz zehn reichte, ist für Herbert Kohlbacher, dem Sportlichen Leiter, ein nicht allzu weit hergeholtes Resultat aus der fehlenden Effizienz und Breite des Spielermaterials. Die Route, welche auf eine Verjüngung der Kampf- und Reservemannschaft abzielt, wollen die Berndorfer auch weiterhin nehmen.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Berndorf im Bereich des Möglichen

Nach dem '16/17-Abstieg aus der Salzburger Liga schrammten die Berndorfer 2018/19 als Tabellenvierter knapp an der Rückkehr in die Viertklassigkeit vorbei. Und auch in der darauffolgenden "Nullsaison" zählten die Flachgauer zum elitären Kreis der 1. Landesliga, bekleideten bis zum Abbruch Rang drei. Absolut legitim, dass man Berndorf in Sachen Titelrennen heuer ebenfalls nicht außer Acht lassen durfte. Mit einem Punkteschnitt von 1,3 pro Spiel hinkte man im Herbst den Erwartungen vieler allerdings hinterher. Vor allem in den Duellen mit den tabellarisch stark platzierten Kontrahenten, wie beispielsweise Plainfeld (1:5) oder Strobl (1:4), trennte sich für die Berndorfer sozusagen die Spreu vom Weizen. Nichtsdestotrotz hielt sich die Enttäuschung Kohlbachers in Grenzen: "Der Herbst war schon in Ordnung. Klar hätte es mehr sein können, wenn nicht teilweise sogar müssen." Für vorne fehle es Kohlbacher an "Effizienz und Kaderbreite": "Gutes Spielermaterial zu finden, ist leider schwierig, wenn du auf teure 'Söldner' verzichtest. Aber das ist genau der Weg, den ich immer gehen wollte, auch wenn dann ein Spitzenplatz in der Tabelle oder gar der Aufstieg fast unmöglich ist."

 

Ziele

Das Klubvorhaben fürs Frühjahr 2021 ist die Fortsetzung der Verjüngungskur, welche sowohl Kampf- als auch Reservemannschaft betrifft. "Wir haben 2020 schon damit begonnen, dass wir das Umfeld weiter verändern. So stellen wir die Reserve neu auf, verjüngen weiter, wollen Spieler aus der Umgebung ausbilden und über die Reserve an die Kampfmannschaft heranführen", erklärt Kohlbacher. Einen Wunschtabellenplatz, der am Ende der Spielzeit 2020/21 herausschauen sollte, nennt der Sportlicher Leiter nicht.

 

Transfers

Bezüglich Spielertransfers werden sich die USV-Anhänger wohl oder übel gedulden müssen. Während in der Winterpause keine Neuverpflichtungen geplant sind, kündigt Kohlbacher etwaige Veränderungen für Sommer an: "Die Planungen dafür laufen. Es wurden schon einige Gespräche geführt." Indes wurde am Trainerteam gebastelt. "Neu dazu kommt Trainer Wolfgang Falk, der schon Kampfmannschaften trainiert hat und mit dem ich schon in Lamprechtshausen zusammengearbeitet habe. Auch als Tormanntrainer haben wir mit Werner Weiss (zuletzt KM-Coach in Oberndorf) einen Trainer gefunden, der über viel Erfahrung verfügt", sagt Kohlbacher.

 

Vorbereitung

Aufgrund des anhaltenden Lockdowns wurden die Pläne der Berndorfer über Haufen geworfen. "Der Vorbereitungsplan wäre gestanden. Wir warten nur auf den Startschuss der Bundesregierung, der aber wahrscheinlich noch auf sich warten lässt", knirscht Kohlbacher. Der USV würde bereits am 6. März den Ligabetrieb aufnehmen. Da steht das Nachtragsspiel in Henndorf an.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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