Trotz krassem Verletzungspech: Aufsteiger SC Leogang verkaufte sich teuer

Exakt vor einem Jahr noch Elfter in der 2. Landesliga Süd, bekleidet der SC Leogang nun in der 1. Landesliga nach Beendigung der Herbstmeisterschaft einen einstelligen Tabellenplatz. Für den im Sommer installierten Spielertrainer, die generelle Performance der Mannschaft sowie die Dinge, die rund um den Verein vonstatten gehen, gibt's von Teambetreuer Johann Obwaller den Daumen nach oben. Das frühjährliche Vorhaben der Leoganger ist und bleibt das rettende Ufer.

 

Fotocredit: SC Tamsweg 

 

Liganeuling startete wie die Feuerwehr

"Wir hatten einen sehr guten Start und nach drei Runden das Punktemaximum von neun Punkten", zieht Obwaller ein erstes, äußerst positives Fazit. Nach dem Sahne-Beginn mit vollen Erfolgen gegen Tamsweg (2:1), Schwarzach (3:1) und Henndorf (4:0) schlich sich bei den Pinzgauern unverhofft der Verletzungsteufel ein. "Unser Einser-Tormann, ein Außenverteidiger und beide Stürmer vielen den ganzen Herbst aus. Zusätzlich erwischte es noch unseren Spielmacher, der zwar im Laufe der Herbstmeisterschaft in die Mannschaft zurückkehrte, aber seine Verletzung während der ganzen Herbstsaison mitschleppte", berichtet Obwaller. Zwar konnten die Leoganger in der weiteren Folge die anfänglich hohe Drehzahl nicht halten, dennoch hin und wieder für positive Schlagzeilen sorgen. "Angesichts der Verletzungen und den dadurch entstandenen 'Spielerengpass' bin ich mit dem Herbst sehr zufrieden. Vor allem das Bewusstsein, dass wir in Bestbesetzung mit jeder Mannschaft mithalten können, stimmt mich positiv und bestätigt unseren im Sommer eingeschlagenen Weg, punktuell Verstärkungen zu holen", meint Obwaller, dessen SCL mit 17 Points am Konto derzeit auf Position sechs liegt.

 

Ziele

Im Hinblick auf das Saisonziel der Leoganger, den Nicht-Abstieg, sind diese 17 eingeheimsten Zähler wohl schon mehr als die halbe Miete. "Weil im Frühjahr die Langzeitverletzten wieder retour sind, bin ich davon überzeugt, dass wir uns im Mittelfeld der Tabelle festigen können. Unser primäres Ziel ist natürlich, dass wir mit dem Abstieg in keinster Weise etwas zu tun haben", bestätigt Obwaller.

 

Transfers

Um den Klassenerhalt schnellstmöglich unter Dach und Fach zu bringen, haben die Pinzgauer in der Winterpause reagiert und sich die Dienste von Dejan Tosic gesichert - wir berichteten bereits im Dezember. Tosic, wohnhaft im benachbarten Saalfelden, schnürte sich zuletzt für Salzburgligist Puch die Fußballschuhe. "Da kommt ein Vollblutstürmer in unsere Mannschaft", kann Obwaller das Debüt Tosics kaum erwarten.

 

SCL im Spielertrainermodus - Obwaller: "Bin sehr zufrieden" 

In der abgelaufenen Sommerpause entschied sich Leogang mit Philipp Landauer einen Mann ins Boot zu holen, der einerseits in die Rolle des Trainers schlüpfen und andererseits selbst am Feld zu einem entscheidenden Faktor werden sollte. Kurz: Der SCL holte Landauer als Spielertrainer. Obwallers Bilanz nach 13 absolvierten Begegnungen fällt erfreulich aus: "Philipp ist ein Spielertrainer, der sehr viel Zeit und Herzblut in seine Arbeit steckt. Mit seiner Arbeit, gemeinsam mit dem Co-Trainer Hans-Peter Mair, bin ich sehr zufrieden und gleichzeitig fest davon überzeugt, dass Philipp mit seiner langjährigen Erfahrung als Salzburger Liga-Spieler unserer Mannschaft noch sehr viel helfen wird."

 

Vorbereitung

Wie dem gesamten Amateurfußball machte Corona auch dem aktuellen Tabellensechsten der 1. Landesliga einen Strich durch die Rechnung. "Geplant wäre es gewesen, Anfang Jänner mit dem Gruppentraining zu starten. Momentan sind die Jungs dabei, sich mit Laufen bzw. Lauf-Challenges fit zu halten", verrät Obwaller, der die Rückkehr zur Normalität logischerweise begrüßen würde: "Wir hoffen natürlich, dass wir so schnell wie möglich grünes Licht für ein Gruppentraining am Kunstrasenplatz bekommen."

 

Leogangs COVID-Konzept greift

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Diese mittlerweile schon abgedroschene These müssen sich auch die Leoganger zu Herzen nehmen. "Bereits im Herbst 2020 konnten wir aufgrund unseres Konzeptes alle Heimspiele mit Zuschauern durchführen und es ist natürlich auch der Plan, falls es überhaupt erlaubt wird, auch im Fürhjahr vor den Fans zu spielen. Apropos Fans: Beim Heim-4:0 im Drittrundenmatch gegen Henndorf war das Steinbergstadion prall gefüllt. "Das war für mich der Höhepunkt im Herbst", strahlt Obwaller, der es in puncto Funktionärstätigkeit im Sommer etwas gemächlicher angehen wird: "Da ich bereits fast 30 Jahre an vorderster Front des SC Leogang Fußball tätig bin, werde ich ab kommender Saison etwas kürzer treten und meine Tätigkeiten als Teambetreuer und Obmannstellvertreter an junge, dynamische Vereinsmitglieder abtreten. Nichtsdestotrotz werde ich dem Verein natürlich noch zur Verfügung stehen, zum Beispiel als Schriftführer."

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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