Knalleffekt in Berndorf: Übungsleiter Graf erklärt Rücktritt

Michael Graf und der USV 1960 Berndorf gehen ab sofort getrennte Wege. Das bestätigte der scheidende USV-Coach selbst per Mail. Der 39-jährige Inhaber der UEFA-B-Lizenz ist gewillt, im Herbst eine kleine Fußballpause einzulegen.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Ex abrupto: Graf verlässt Berndorf

Nach zwei Jahren auf der Trainerbank des USV 1960 Berndorf zieht Michael Graf einen Schlussstrich. Dass der Trainer nicht mehr mit dem Landesligist ins kommende Spieljahr gehen wird, kam für den Klub überraschend. "Zumal ich bis zum Ende, was Transfers angeht, voll mitgearbeitet habe", gibt Graf zu. Die Ursachen für den unverhofften Handtuchwurf sind persönlicher Natur. "Dass am 24. Juli die neue Saison beginnt, ist mir eindeutig zu früh. Nach dem ganzen Hin und Her habe ich wirklich keinen Bock darauf, in circa 14 Tagen mit der Vorbereitung zu beginnen", so Graf weiter. Für den 39-jährigen Besitzer der UEFA-B-Lizenz, der schon in Lochen, Mondsee, Munderfing, Oberhofen, Frankenmarkt und zuletzt eben Berndorf wertvolle Trainererfahrungen machen konnte, ist es sozusagen eine Art künstlerische Pause. "Nach 18 Jahren an der Seitenlinie habe ich mir mal eine Auszeit gegönnt und möchte diesen Sommer mit meiner Familie genießen, um neue Kräfte zu sammeln." Eine baldige Rückkehr auf die Trainerbank schlägt Graf nicht aus. Ganz im Gegenteil: "Falls sich im Herbst bzw. Winter was ergibt, möchte ich wieder ins Trainergeschäft einsteigen."

 

"War eine sehr lehrreiche und positive Zeit"

Auf die rund 730-tägige Amtszeit beim Flachgauer 1. Landesliga-Klub blickt Graf manierlich zurück. "In Berndorf habe ich mich immer sehr wohl gefühlt und hatte stets ein super Team, sprich Vorstand, sportliche Leitung und natürlich die Mannschaft. Um mich herum war es großartig. Es war eine sehr lehrreiche und positive Zeit." Bezüglich Abbruch-Entscheidung gibt's für Graf kein richtig oder falsch. "Das kann ich nicht beurteilen. Für die, die vorne dabei waren, ist es natürlich ein harter Schritt. Im Gegenzug reiben sich die Abstiegskandidaten die Hände, da ja nix passiert ist. Wichtig ist, dass wir alle gesund bleiben und dass uns eine interessante Saison 2021/22 geboten wird."