"Hätten zumindest die Hinrunde gerne fertiggespielt" - SC Leogang schlug sich in Aufsteigerrolle wacker

Aus dem ersten Halbjahr in der Fünftklassigkeit seit Langem kann der SC Leogang viele positive Schlüsse ziehen. Mit drei Siegen zum Auftakt schaffte die Truppe von Spielertrainer Philipp Landauer nicht nur einen Sahnestart, nein, die Mannschaft, die ein Jahr zuvor noch auf Rang elf in der 2. Landesliga Süd rangiert hatte, zeigte, dass sie definitiv das Potenzial besitzt, auch in der 1. Landesliga ein Wörtchen mitreden zu können. Das Selbstvertrauen stimmt, die Vorfreude auf den Trainingsstart und schließlich auf den Saisonstart ist riesengroß - wie auch SCL-Funktionär Hannes Riedlsperger im Gespräch mit Ligaportal erklärt...

Fotocredit: SC Tamsweg

 

Keine Zugänge geplant: Leogangs Kader absolut ligatauglich 

Dass das Spieljahr letztendlich ein jähes Ende nahm, schmeckt dem SC Leogang nicht wirklich. Riedlsperger erklärt: "Wir hätten zumindest die Hinrunde gerne fertiggespielt. Unsere Jungs lieben den Wettkampf. Schade, dass viele Vereine da eine andere Meinung haben." Bis zum Abbruch gab der SC Leogang eine gute Figur ab, bekleidete als Aufsteiger einen Top-6-Platz. Freilich hatten die Pinzgauer mit 13 absolvierten Partien, ein, zwei oder gar drei Spiele mehr als seine Kontrahenten am Konto, die Leistungen waren aber zweifellos zufriedenstellend. Gerade deshalb sieht der Verein in Bezug auf das Spielermaterial keinen Handlungsbedarf. "Die letzte Saison hat gezeigt, dass unser junger Kader durchaus zu überzeugen weiß", so Riedlsperger. Erfreulich: Der Kontrakt mit Leistungsträger und Abwehrboss David Popovic konnte verlängert werden. Mit Ausnahme von Dejan Tosic, der aber bekanntlich schon in der Winterpause aus Puch nach Leogang gelotst wurde, wird es vermutlich keine weiteren Neuverpflichtungen geben. Das sportliche Ziel für die kommende Saison ist, sich in der 1. Landesliga zu etablieren. Darüber hinaus gilt es, auch weiterhin auf das für einen Klub so wertvolle Eigengewächs zu bauen. "Die Entwicklung unserer heimischen Talente hat oberste Priorität im Verein."

 

Mannschaft steigt nächste Woche ins Training ein

Seit gestern heißt es für alle österreichischen Amateur-Fußballklubs: Trainieren wieder erlaubt. Als geplanten Trainingsstart nennt Riedlsperger Donnerstag, den 27. Mai. Zudem tauchen im Terminkalender bereits einige Testspiele auf. Die letzten Wochen und Monate waren auch in Leogang von vielen organisatorischen Tätigkeiten und wenig Sport geprägt. Absolut verständlich, dass man die Rückkehr auf das geliebte Grün kaum noch erwarten kann. "Die Mannschaft und der Trainerstab brennen darauf", unterstreicht Riedlsperger, der sich bezüglich staatlicher Corona-Unterstützung dankbar zeigt: "Super, dass uns diese ermöglicht wurden."

 

Trotz Corona: SCL im Nachwuchs gut aufgestellt

Um die durch die Pandemie verursachten Kollateralschäden möglichst gering zu halten, wurde viel Eigeninitative an den Tag gelegt. Während landesweit viele Klubs mit einem großen Mitgliederschwund vor allem im Nachwuchsbereich zu kämpfen haben, griff der Landesligist zu präventiven Maßnahmen und konnte "mit coolen Konzepten die Jungs und Mädels per Laune halten". Egal ob die eigens installierte, interessante Gaberl-Challenge, Einzel- oder später Kleingruppentrainings - Riedlsperger ist froh: "Unsere Nachwuchstrainer haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Die Abgänge der Kinder hielt sich dadurch in Grenzen."