1. Landesliga: USK Piesendorf will drinbleiben

Nach Platz fünf im Halbjahr der "Null-Saison" 2019/20 fing der Motor des USK Piesendorf im Jahr darauf etwas zu stottern an. Mit 12 Points aus elf Partien stand der Klub unter den Fittichen des Abstiegsgespenstes. Sorgen, die die Piesendorfer in der neuen Spielzeit nicht mehr mit sich tragen wollen. Unter der Leitung eines jungen Trainertrios soll zumindest der Ligaverbleib her.

Fotocredit: USK Piesendorf 

 

Meisterschaftsabbruch? Entleitner: "Gibt wichtigere Themen auf der Welt"

Jetzt kommt er, der beliebte Konjunktiv: Hätte man in der 1. Landesliga zumindest die Hinrunde fertiggespielt, dann wären auf den USK Piesendorf Wochen der Wahrheit zugerast. "Für uns wäre es um viel gegangen, nämlich den Erhalt der Liga. Wenngleich wir für die letzten Runden gut gerüstet gewesen wären", sagt Spielertrainer Manuel Entleitner. Dass es gar nicht so weit kam, sieht der multifunktionale Piesendorfer zweigeteilt: "Der wiederholte Abbruch ist natürlich, rein aus Sicht des Fußballs, eine kleine Katastrophe - gerade für Vereine, welche um den Aufstieg gespielt haben. Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor wichtigere Themen auf der Welt und sofern es wieder zeitnah in den Normalbetrieb geht, ist alles wieder gut." Eine positive Sache, die Entleitner aus dem Pandemiegeschehen zieht, ist die Tatsache, dass sich die Kicker mehr als je zuvor freuen, dem geliebten runden Leder hinterherzujagen. "Jeder brennt darauf, wieder 'normal' kicken zu können, da so manchen zuhause die Decke bald auf den Kopf gefolgen wäre. Wir können also mit voller Elan in die neue Saison starten."

 

Ligaverbleib als Ziel

Und in diesem neuen Spieljahr wollen die Piesendorfer in der 1. Landesliga eine nicht unwesentliche Rolle spielen. "Ziel ist klar der Klassenerhalt. Zudem soll der USK Piesendorf ein super Sprungbrett für junge, talentierte Spieler sein. Und gerade deshalb ist es wichtig, zumindest in der 1. Landesliga zu spielen", so Entleitner, der hinzufügt: "Wir wollen eine junge, hungrige Mannschaft aufbauen, gegen die kein Gegner gerne spielt. Daher achten wir auf die Weiterentwicklung der gesamten, jungen Mannschaft und auch auf die individuelle Entwicklung der einzelnen Spieler." Wie bereits berichtet, wird es bezüglich Spielermaterial zu Veränderungen kommen. Sztancs und Buchner sind schon fix weg, ein Routinier könnte noch folgen. Im Gegenzug erhofft man sich, den aufgerissenen Spalt mit zwei, drei Neuverpflichtungen zu stopfen. Spruchreif ist diesbezüglich allerdings noch nichts.

 

Piesendorf geht mit Trainertrio ins Rennen

Nach dem Trainerwechsel im vergangenen Herbst sind nun alle Gerüchte um das Neo-Übungsleitergespann vom Tisch. Der Landesligist wird mit folgendem Trio in die Saison starten: Manuel Entleitner selbst als Chefcoach, assisitiert von "Co" Daniel Wechselberger und Individualtrainer Daniel Ceol. Entleitner erklärt: "Der Vorstand hat bewusst ein sehr junges Trainerteam gewählt, da es gewisse Standpunkte anders betrachtet und frischen Wind einbringen soll. Das Hauptaugenmerk wird vor allem in der Technik liegen, um Kreativität in das Spiel reinzubringen." 

 

Wiedererlaubnis des Trainings optimal ausgenutzt

Trainiert wird in Piesendorf seit Tag eins, also seit dem Tag, an dem das Mannschaftstraining wieder zugelassen wurde. "Wir haben die Gunst der Stunde genützt", reibt sich Entleitner die Hände. Die Schwerpunkte in den ersten Wochen werden vor allem Kraft-Ausdauer, Technik und Passspiel sein. Zudem sollen die Übungseinheiten so gestaltet werden, dass auch sämtliche Ausdauereinheiten mit Ball durchgeführt werden. "Weil ich glaube, dass wir und auch viele andere Mannschaften hier enorm Aufholpotential haben aufgrund der langen Unterbrechung", erklärt Entleitner. In den insgesamt zehn Vorbereitungswochen will der USK fünf bis sechs Testspiele absolvieren. Fünf wurden schon fixiert, den Auftakt gibt's am 11. Juni gegen Salzburgligist Bramberg.

 

Probleme im Nachwuchs: Befürchtung groß, Auswirkung gering

Corona und Nachwuchs. Zwei Begriffe, die in Kombination bei Entleitner gewisse Unsicherheiten auslösten. "Dass es womöglich zu einem Mitgliederschwund kommen könnte, war auch die größte Befürchtung meinerseits. Jedoch haben wir momentan noch wenig gemerkt", schnauft der KM-Trainer durch. Grundsätzlich ist Piesendorf dafür bekannt, dass mit herausragenden Kindern eine tolle Jugendarbeit betrieben wird. "Das macht sich auch bezahlt", weiß Entleitner, der aber auch über den Tellerrand hinausblickt: "Ich denke schon, dass die Pandemie für viele Vereine ein großes Problem darstellt - vor allem in der Nachwuchsarbeit. Die Beschäftigungsmöglichkeiten der Jugendlichen nehmen jedes Jahr zu und so werden wir Trainer in den nächsten Jahren noch mehr gefordert sein, um möglichst viele Kinder für den wunderbaren Sport 'Fußball' zu begeistern."