Reform hin oder her: USK St. Michael wünscht sich einstelligen Tabellenplatz

Im Mittelfeld der 1. Landesliga fühlte sich der USK St. Michael in der "Null-Saison" 2020/21 pudelwohl. Für die für 22/23 angedachte Ligareform hätten die Lungauer alles in die Waagschale geworfen, um eine Top-6-Platzierung und somit den Aufstieg in die Salzburger Liga zu erreichen. Dass angeblich erst 23/24 umgemodelt wird, stört die Mannen rund um Übungsleiter Gerald Payer herzlich wenig. Das Vorhaben ist klar definiert, möchte man sich auch heuer wieder im verkehrsberuhigten Tabellenbereich aufhalten.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Payer: "Hätten gerne fertiggespielt"

Der USK St. Michael spielte einen passablen Herbst, holte in elf Partien 16 Punkte und positionierte sich im Tabellenmittelfeld. In diesem Flow wollten die Lungauer eigentlich noch länger bleiben. "Freilich hätten wir gerne fertiggespielt, aber ich akzeptiere auch die anderen Meinungen. Trotzdem denke ich, dass genug Zeit gewesen wäre, um zumindest die Hinrunde zu Ende zu spielen", sagt Coach Payer. Als Highlight dieser annullierten Saison bleibt mit Sicherheit das Heimspiel gegen Leogang in Erinnerung: Goals von König und Ferner sowie der Doppelpack von Gferer und Stumbecker sorgten für einen tollen 6:2-Erfolg.

 

St. Michael wollte Reformjahr ausnutzen

Bezüglich neuer Saison schielte die Payer-Crew auf einen Platz unter den besten Sechs. "Wäre die Ligareform tatsächlich gekommen, hätte das den Aufstieg in die Salzburger Liga bedeutet", sagt Payer. Obwohl die Umgestaltung des Salzburger Unterhaus' vermutlich erst übernächstes Jahr in Kraft tritt, bleibt die vereinsinterne Zielsetzung der Lungauer fast unverändert. "Mit einem Platz im Mittelfeld, so zwischen sechs und acht, wäre ich zufrieden." Erfreulich: Der St. Michael-Trainer kann auf haargenau dieselbe Mannschaft wie vor einem Jahr zurückgreifen. "Wir haben zwar einige junge Spieler von der Jugend bzw. Reserve hinaufgezogen, aber keine wirklichen Zu- bzw. Abgänge", verrät Payer.

 

Zuckerl in 1. Cup-Runde

Der Start in die Testspiel-Serie ist St. Michael mit einem 2:0-Erfolg über Salzburgligist Altenmarkt gelungen. In Bälde wird noch gegen das steirische Krakaudorf (19. Juni) und Mariapfarr (26. Juni) getestet, nur um spätestens in der 1. Landescup-Runde gegen Tamsweg auf Betriebstemperatur zu sein. "Ein echtes Bonusspiel", jubelt Payer. "Darauf freuen wir uns sehr". Der Sieger dieser Begegnung trifft in Runde zwei auf den Gewinner des Spiels Hüttschlag gegen Altenmarkt. 

 

Neues Schmuckkästchen

Was im Lager der Lungauer ebenfalls für frohe Gemüter sorgt, ist der Neubau des Sportplatzes. "Ja, der steht unmittelbar bevor", berichtet Payer und ergänzt: "Wenn der Bau des Kreisverkehrs abgeschlossen ist, geht's los." Geplant ist ein Kunstrasen- und neuer Hauptplatz sowie nigelnagelneue Umkleidekabinen. Im Frühjahr 2023 soll das Projekt abgeschlossen sein.