Professioneller Coach, fitte Spieler und ein tolles Rundherum: SC Mühlbach/Pzg. für Saisonstart mehr als nur gewappnet

Die Euphorie beim SC Mühlbach/Pzg. ist riesig! Aufgrund der tollen Performance in der "Null-Saison" 2020/21 blicken die Oberpinzgauer dem kommenden Spieljahr sehr optimistisch entgegen. Weil sich die Verpflichtung von Coach Franjo Zeba als wahrer Goldgriff erwiesen und bereits Früchte getragen hat, wurden die vereinsinternen Ziele ein Stück weit nach oben geschraubt. Mit einem tollen Rundherum und Spieler in Hülle und Fülle soll für die Mühlbacher ein einstelliger Tabellenplatz her.

  

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Trainereffekt in Mühlbach

"Vor der Saison haben wir nicht genau gewusst, wo wir stehen, wollten prinzipiell einfach nicht absteigen", erinnert sich Mühlbach-Sektionsleiter Andreas Hochwimmer zurück. Höchst erfreulich: Von der vom Abstieg bedrohten Zone war man letztendlich weit entfernt. Freilich hatten die Oberpinzgauer das ein oder andere Match mehr als ihre Kontrahenten am Konto, dennoch ließ sich zum Zeitpunkt des Abbruchs bilanzieren: 13 Partien, 20 Punkte, Tabellenplatz vier. "Die Saison wurde ja abgebrochen, aber die Leistungen, die wir im vergangenen Herbst gezeigt haben, zählen für uns persönlich auf jeden Fall", sagt Hochwimmer. Ein Mitgrund für die sportlichen Lichtblicke ist zweifellos Übungsleiter Franjo Zeba, der seit Sommer 2020 die Geschicke des SCM leitet. "Er war unser absoluter Wunschtrainer. Wir haben gewusst, dass er uns weiterbringen wird. Dass es aber so schnell geht, hätten wir nicht gedacht", so Hochwimmer.

 

Trotz langer Anfahrtswege: Eingleisige 1. Landesliga für SCM "optimal"

Aufgrund der Leistungssteigerung in der jüngsten Vergangenheit wurden die Ziele dementsprechend adaptiert. Anstelle des Minimalziels Klassenerhalt visiert Mühlbach in der bald beginnenden Spielzeit 2021/22 einen einstelligen Tabellenplatz an - Nachhaltigkeit ist dabei ein großes Thema. "Wir wollen einfach so lange wie möglich in der 1. Landesliga bleiben", erklärt Hochwimmer, der sich übrigens gegen eine Aufteilung der fünfthöchsten Spielklasse eingesetzt hat. "So wie die 1. Landesliga jetzt ist, passt sie optimal. Die langen Fahrten zu den Auswärtsspielen bereiten uns keine Probleme. Und es kommen ja ständig Pinzgauer Mannschaften dazu." Mit 1621 (einfache Fahrt) spult Mühlbach die zweitmeisten Kilometer ab - nur Tamsweg (1705km) muss einen längeren Weg zurücklegen.

 

An Spielern mangelt's nicht

Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Spielerkader mit zwei Kickern verstärkt, Fabian Bachler und Thomas Straka bereits im Winter nach Mühlbach gelotst. Während Bachler sein Können beim Nachbarn Bramberg in der Salzburger Liga eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, will Straka (ebenfalls Bramberg) nach viel Verletzungspech noch einmal durchstarten. Abgänge sind indes Fehlanzeige. "Es war noch nie so einfach, die Mannschaft zu halten", freut sich Hochwimmer. Das verfügbare Spielermaterial platzt beim Oberpinzgauer Landesligisten schier aus allen Nähten. "Es hätten sich zwei, drei Leute angeboten, dass sie zu uns wechseln. Aber unser Kampfmannschafts- sowie Reservekader ist voll."

 

Cup-Duell in Mittersill 

Die Vorbereitung läuft schon seit Winter. Professionalität pur: Coach Zeba hielt vor der Mannschaftstrainingerlaubis die Einheiten in Kleingruppen ab. "Er war quasi jeden Tag am Fußballplatz, trainierte mit drei Spielern, dann kamen die nächsten Drei dran und so weiter. Ich habe schon mit einigen Trainern zusammengearbeitet, aber so etwas hab' ich noch nicht erlebt", reibt sich Hochwimmer die Hände. Bleibt nur zu hoffen, dass die Zeba-Ära in Mühlbach noch weit vom Ablaufdatum entfernt ist. "Ich hoffe, dass es was Langfristiges ist. Für uns ist Franjo der perfekte Mann." Das erste Testspiel absolvierten die Mühlbacher am vergangenen Samstag, wo 2. Landesliga Süd-Klub Unken mit 6:2 in die Schranken gewiesen wurde. Im Cup wartet am 11. Juli dann Mittersill. "Gegen die haben wir uns immer schwer getan. Einmal lagen wir nach 14 Minuten schon mit 0:3 zurück. Es wird eine coole Sache, auch wenn es für uns nicht mehr als ein Vorbereitungsspiel ist. Weiterkommen wollen wir aber auf jeden Fall."

 

Perfekte Rahmenbedingungen

Und auch rundherum scheint bei den Oberpinzgauern alles zu stimmen. "Eine neue Bewässerung wurde gebaut, das Sportstüberl hat mittlerweile einen neuen Pächter. Ja, die Gemeinde steht voll hinter dem Verein", strahlt Hochwimmer, der allerdings im gleichen Atemzug warnt: "Wir dürfen uns von dem nicht allzu sehr blenden lassen. Wie wir alle wissen, kann es sehr schnell in eine andere Richtung gehen." Für nächste Woche hat man noch ein spontanes Trainingslager in Italien eingeschoben. Ob der Ball dort tatsächlich auch zum Vorschein kommt, steht noch in den Sternen. Hochwimmer zwinkert mit dem Auge: "Eine Gaudi gehört natürlich auch dazu."