Perfektes Timing! SC Tamsweg-Umbruch im Bonusjahr

Obwohl sich der SC Tamsweg auch in der "Null-Saison" 2020/21 nicht vom Tabellenkeller befreien konnte, geben die dabei erbrachten Leistungen viel Zuversicht. In der bald beginnenden Spielzeit 2021/22 möchten die Lungauer, die vor kurzem einen Umbruch eingeleitet haben, ihre jungen Kicker Stück für Stück an die Kampfmannschaft heranführen. Bonusjahr: Da heuer ohne Absteiger gespielt wird, kann der ganze Prozess ohne Druck vonstatten gehen.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Tamsweg in "Null-Saison" 2020/21 "unter Wert geschlagen"

Im Herbst 2020 waren die Tamsweger zwar im hinteren Tabellenbereich zu finden, die Performance an sich stellte Präsident Harald Moser jedoch zufrieden: "Auch wenn die Ergebnisse am Ende nicht berauschend waren, haben wir einen guten Fußball gespielt. Ich bin schon der Meinung, dass wir unter Wert geschlagen wurden." Einer der insgesamt zwei Saisonsiege, genauer gesagt der gegen Pfarrwerfen, war mehr als beeindruckend: Nach torlosen ersten 45 Minuten spielte sich der SCT in einen Rausch und ging schließlich als 5:0-Triumphator vom Platz. Als Mitgrund für die letztendlich eher magere Punkteausbeute (elf Spiele, zehn Points) nennt Moser "Defensivprobleme", welche man in der kommenden Saison unbedingt beheben möchte. "Das Potenzial in der Mannschaft ist ja da." 

 

Kein Abstiegsszenario: Sorgenfreies Spieljahr garantiert

Dass es im Spieljahr 2021/22 in Salzburger keine Absteiger geben wird, passt Moser und seinen Tamswegern gut ins Konzept. "Eine Saison, in der wir so gut wie nichts zu verlieren haben." Der Umbruch, der in der Lungauer Bezirkshauptstadt jüngst gestartet wurde, kommt quasi zur richtigen Zeit. "Jetzt gilt es zu schauen, in welche Richtung es bei unseren jungen Spielern geht und wer sich durchsetzen kann. Ganz ohne Druck", so Moser weiter. Pünktlich zum Tamweger Neustart wurde Gerhard Gwehenberger, der zuletzt die Geschicke beim 2. Landesliga Süd-Verein Zederhaus geleitet hatte, als neuer Übungsleiter installiert. "Ich bin froh darüber. Gerhard ist ein auswärtiger Trainer, der weder die Spieler noch die Vereinsstruktur kennt. Perfekt für unseren Neuanfang." Ebenfalls neu: Trainersohn Pascal Gwehenberger (Grödig), Andreas Lasshofer, Clemens Schröcker (beide Mariapfarr) und Julian Gruber (Zederhaus). Indes zogen Zoran Draca (Mauterndorf), Stefan Keil und Peter Arzböck (neuer Verein jeweils unbekannt) von dannen.  

 

Große Vorfreude und Euphorie

Bezüglich Saisonvorbereitung läuft beim SCT alles nach nach Plan. Moser ist happy: "Ich bin zufrieden, sogar ein bisschen überrascht. Momentan haben wir unter der Woche um die 20 Leute beim Training - das war in den vergangenen Jahren absolut nicht der Fall." Laut dem Tamsweg-Präsidenten leben und arbeiten 85% der Mannschaft im Lungau - sicherlich eine Ursache für die rege Trainingsbeteiligung. "Der neue Trainer macht natürlich auch viel aus", fügt Moser hinzu. Zwar gingen vier der fünf Testmatches verloren, nichtsdestotrotz konnten viele positive Dinge entnommen werden. Moser klärt auf: "Wir haben bewusst starke Testspielgegner ausgewählt. Die Burschen konnten dementsprechend viel lernen." Im Cup trifft man am kommenden Wochenende auf St. Michael. "Jäger, Pielorz und Schiefer werden nicht dabei sein, dennoch freuen wir uns natürlich sehr auf dieses Highlight. Für uns ist es auch super, dass wir nicht weit fahren müssen", erklärt Moser, dessen Tamsweger in der 1. Landesliga-Runde spielfrei sind und somit noch Zeit haben, um die für den Wettbewerb nötige Betriebstemperatur zu erreichen.

 

SG Lungau - eine Bereicherung für die gesamte Region

Richtig in Begeisterung versetzt die Verantwortlichen die vor fünf Jahren ins Leben gerufene SG Lungau, die heuer erstmals Früchte trägt. "Zum ersten Mal seit Gründung konnten wir die Vereine mit Spielern füttern", strahlt Moser. So profitierten Mauterndorf, Mariapfarr und eben Tamsweg von den Jugendspielern der Spielgemeinschaft.