Berndorf entscheidet "klassische 0:0-Partie" spät für sich

Die Partie zwischen dem SC Pfarrwerfen und dem USV 1960 Berndorf stand für die Kicker aus dem Pongau ganz klar im Zeichen der Revanche, setzte es im ersten direkten Saisonduell doch eine herbe 0:8-Klatsche. Lange sah es ganz danach aus, als könnten sich die Pfarrwerfener dafür rehabilitieren. Im Finish kam es jedoch anders: Erst verwandelte Berndorfs Raphael Baier einen Foulelfmeter zum 0:1, wenig später packte Kompagnon Philipp Köhler mit einer herausragenden Einzelaktion den Deckel drauf. Statt einem nicht unverdienten Punktgewinn war der Blick auf die Anzeigetafel für Pfarrwerfen letztlich doch sehr ernüchternd: 0:2.

 

Hausherren boten Berndorf Paroli

"Die Jungs waren extrem motiviert, extrem heiß auf dieses Spiel", berichtete Pfarrwerfen-Obmann Daniel Hager. Die Heimelf erwischte einen guten Start und ließ kaum Offensivaktionen der Berndorfer zu. Mitte der ersten Hälfte folgte jedoch der große Schock: Heim-Schlussmann Josef Ehrensberger musste verletzt raus. "Gott sei Dank haben wir mit Björn einen gleichwertigen Ersatz", so Hager. Und Ersatzkeeper Björn Gstatter brauchte folglich nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. "Er war absolut fehlerlos. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung konnte er gleich eine Top-Chance der Berndorfer vereiteln", erzählte Hager. Tore bekamen die knapp 180 Zuseher vor dem Pausentratsch nicht zu Gesicht. Halbzeitstand: 0:0.

 

"Brutal bittere und unnötige Niederlage" für Pfarrwerfen

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, stand abermals Pfarrwerfens Goalie Gstatter im Fokus. "Nach der Pause hat er wieder zwei hochkarätige Chancen der Gäste vereitelt", war Hager mit der Performance seines Keepers mehr als happy. Auf der Gegenseite hätte ebenfalls gut und gerne ein Treffer fallen können. "Die Möglichkeiten, die sich für uns ergeben hatten, blieben leider ungenutzt. Auch der Tormann der Berndorfer war richtig stark", so Hager weiter. Als es auf der Sportanlage in Pfarrwerfen schon ziemlich stark nach einer torlosen Punkteteilung roch, passierte Stefano Leutgab, einem Youngster der Heimischen, ein folgenschwerer Fauxpas. "Stefano wollte seinen Gegenspieler abdrängen, lief ihm allerdings hinten ins Kabinett", ging der anschließende Elfmeterpfiff von Thomas Hochstaffl für den Pfarrwerfener Obmann "absolut in Ordnung". Raphael Baier schnappte sich die Kugel und setzte sie ins Nest - 0:1 (75.). Aufgrund des knappen Rückstandes waren die Pongauer nun in der Pflicht, All-in zu gehen. "Wir haben vollkommen aufgemacht, unsere Viererkette aufgelöst und sind noch zu zwei, drei geilen Chancen gekommen", war für Hager und seine Pfarrwerfener Kicker der Ausgleichstreffer zum Greifen nahe. Im Konter machten die Gäste aus Berndorf aber kurz vor Schluss alles klar: Philipp Köhler startete ein Solo, ließ einige Pfarrwerfener wie Slalomstangen stehen und drückte ganz cool zum 0:2 ab (86.). Den Schlussstrich in diesem Match zog Elias Berbalk, der in der vierten Minute der Nachspielzeit wegen Verhinderung einer klaren Torchance mit der Roten Karte unter die Dusche geschickt wurde. "Eine brutal bittere und unnötige Niederlage. Für mich und für viele Zuseher war es eine klassische 0:0-Partie. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie befand sich mit einem sehr starken USV Berndorf auf Augenhöhe", resümierte Hager, der noch lobende Worte für das Schiedsrichtertrio parat hatte: "Alle drei Schiedsrichter waren top. In Zeiten wie diesen, wo die Schiedsrichter oft kritisiert werden, sollte auch das einmal erwähnt werden."

 

Die Besten bei Berndorf: Joel Wagner (TW), Moritz Strasser (IV), Julian Gerhartinger (ST).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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