Aufsteiger Leogang mit Sechsertragerl heimgeschickt - St. Michael groovt sich aufs Lungau-Derby ein

Nachdem es in der Partie zwischen dem USK St. Michael und dem SC Leogang in Durchgang eins noch heiß herging, der Aufsteiger gar zweimal in Front lag, trennte sich nach dem Pausentrasch die Spreu vom Weizen. Am Ende langten die beiden Treffer von Leogangs Spielertrainer Philipp Landauer bei weitem nicht, gingen die Pinzgauer dann doch relativ deutlich als 2:6-Verlierer vom Feld. Unnötig: Gäste-Keeper Heller brannten im Finish die Sicherungen durch, sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.  

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Hausherren drehten zweimaligen Rückstand

Sowohl St. Michael als auch Leogang gingen stark ersatzgeschwächt in dieses Aufeinandertreffen, nichtsdestotrotz wurde um jeden Zentimeter beinhart gefightet. In einem äußerst kampfbetonten Spiel glückte den Pinzgauern nach nur sechs Minuten der Führungstreffer durch Spielertrainer Philipp Landauer - 0:1. "Er war ziemlich aktiv", erkannte auch St. Michaels Übungsleiter Gerald Payer, dass beinahe jede gelungene Aktion der Gäste über Landauer lief. In Minute 19 hieß es wieder Gleichstand, als Dominik Stumbecker einen Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:1 verwertete. Wenige Augenblicke danach wurde der Arbeitstag von Heim-Kapo Mario Aigner frühzeitig als beendet erklärt. "Ihm war schlecht und schwindlig", verriet Payer, der für seinen angeknockten Rädelsführer Marc Gfrerer auf die Wiese schickte. Nachdem Landauer seine Leoganger zum zweiten Mal an diesem Fußballnachmittag vorangeschossen hatte (34.), wurde es kurz vor der Halbzeitpause noch einmal vogelwild: Erst sagte Thomas König nach einer Stumbecker-Flanke danke (42.), ehe Marc Gfrerer nach schnellem Umschaltspiel überlegt zum 3:2 einnetzte. 

 

Leogang verlor Spiel und Keeper Heller

In der 52. Minute riss Manuel Ferner die Mäuler aller auf: Nach einem missglückten Abschlag des Leoganger Goalies fasste sich Ferner aus rund 35 Metern ein Herz und schnalzte die Murmel unter den Querbalken - 4:2. "Ein Traumtor", hatte Payer gut lachen. Weil Gfrerer (61.) und Stumbecker (82.) im Laufe der zweiten Halbzeit noch ihren Doppelpack schnürten, wurde es unterm Strich dann doch eine Art Kantersieg, bei dem die Gäste nur zu zehnt das Ziel erreichten: Schlussmann Heller verlor in der 78. Minute die Selbstbeherrschung, flog folgerichtig mit Rot vom Platz. "Aufgrund der zweiten Halbzeit war es meiner Meinung nach ein verdienter Sieg. Richtig cool. Wir sind natürlich sehr zufrieden und freuen uns schon aufs Derby", strahlte Payer, für den es mit seinen Kickern am nächsten Spieltag zum prestigeträchtigen Lungau-Derby nach Tamsweg geht.

  

 

 USK St. Michael  6:2 (3:2)  SC Leogang 

St. Michael, SR: Damir Karlic

 

Torfolge: 0:1 Philipp Landauer (6.), 1:1 Dominik Stumbecker (19., Elfmeter), 1:2 Philipp Landauer (34.), 2:2 Thomas König (42.), 3:2 Marc Gfrerer (45.), 4:2 Manuel Ferner (52.), 5:2 Marc Gfrerer (61.), 6:2 Dominik Stumbecker (82.)

 

Rote Karte: Niclas Heller (78., Tätlichkeit)

 

Die Besten bei St. Michael: Ulrich Bayr (DM), Sebastian Landschützer (LV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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