Vereinsbetreuer werden

Rote Laterne behalten: Mühlbach/Pzg. gibt im Kellerduell Drei-Tore-Vorsprung leichtfertig aus der Hand

Obwohl es in der Saison 2021/22 keine Absteiger gibt, wurde im Pinzgauer Derby zwischen dem SC Mühlbach/Pzg. und dem USK Piesendorf noch gegen den ungeliebten letzten Platz gekämpft. Nachdem es lange nach einem Sieg für die Zeba-Crew ausgesehen hatte, schafften die Piesendorfer ein irres Comeback: Zur Pause fast schon aussichtslos mit 0:3 zurückgelegen, durfte die Truppe von Spielertrainer Manuel Entleitner schlussendlich einen 4:3-Erfolg bejubeln.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus (ARCHIVBILD)

 

Mühlbach/Pzg. führte zur Halbzeit "nur" 3:0

"Wir hätten sechs Tore machen müssen", erinnerte sich Mühlbach-Sektionsleiter Andreas Hochwimmer an etliche vergebene Chancen in Durchgang eins. Zumindest drei Mal drehten die Hausherren gegen den Kontrahenten aus Piesendorf zum Torjubel ab: Erst gelang Schoblocher der vielzitierte Dosenöffner (9.), dann legte Bachler nach (29.), ehe Blaickner einen Strafstoß zum Pausen-3:0 verwandelte (43.). "Es ist so gut wie alles daneben gegangen. Kämpferisch, taktisch und technisch war das nichts", knurrte Gäste-Coach Manuel Entleitner.

 

Piesendorf drehte den Spieß um

Nach dem Seitenwechsel wurde das bisher Geschehene völlig auf den Kopf gestellt. "Wir haben den Schalter umgelegt", wusste auch Entleitner, dessen Crew eine verrückte Aufholjagd startete. Nachdem Lanzendörfer (51.), Rodlberger (53.) und Lugner via Elfer (56.) den fast schon ausweglos erscheinenden Rückstand im Eiltempo egalisiert hatten, ballerte Letztgenannter seine Farben - abermals vom Elfmeterpunkt - zum vollen Erfolg (67.). "Wenn du ein 0:3 aufholst, hast du am Ende verdient gewonnen", bilanzierte Entleitner. Derweil war die Gefühlswelt auf Seiten der Mühlbacher eine ganz andere. Hochwimmer: "Wir spielen gut mit, nützen aber unsere Chancen nicht. Das zieht sich bei uns schon über die gesamte Saison durch. Deshalb sind wir zurecht Letzter in der Tabelle."