2. Klasse Nord B - Ein Duo schaut (noch) durch die Finger

Das Titelrennen in der 2. Klasse Nord B entwickelte sich zu einem Zweikampf. Sowohl die SAK 1914 1b als auch der USV Ebenau, beide ohne einzige Niederlage, witterten berechtigterweise die Chance, in die 1. Klasse Nord aufzusteigen. Während die am Mittwoch, vom ÖFB-Präsidium verkündete Entscheidung den zweiten Anzug des Regionalligisten knüppelhart getroffen hat, könnte in Ebenau doch noch ein Lichtlein am Ende des Tunnels aufgehen.

 

 

SAK 1b-Rückkehr vertagt

Mit 28 von möglichen 30 Points gab das 1b-Team der Nonntaler in der Liga die Marschroute vor. Dass das Spieljahr 2019/20 nun abgebrochen wird und jegliche Wertigkeit verliert, bringt SAK-Obmann Josef Penco zum Brodeln: "Ich bin absolut nicht einverstanden, dass es keine Auf- und Absteiger gibt. Ich habe dem SFV vor einigen Wochen noch schriftlich mitgeteilt, dass der Herbstdurchgang (ohne vorgezogener Spiele) für den Auf- und Abstieg bzw. für die Cup-Plätze gewertet werden soll. Mit der jetzigen Entscheidung bestraft man jene Vereine die investiert haben und belohnt jene, die schlecht gearbeitet haben." Nach dem Abstieg 2017/18 und einem Jahr im Tabellenmittelfeld der 2. Klasse wäre es für die Blau-Gelben mit großer Wahrscheinlichkeit die Wiederkehr in die Siebentklassigkeit gewesen.

 

Sperrangelweit offene Türe für Ebenau VORERST zu

In Ebenau zeigt man sich nach dem gestrigen Hammerschlag in höchstem Maße enttäuscht. "Eines natürlich vorweg - die Gesundheit steht über allem, das ist ganz klar", tituliert Ebenau-Coach Thomas Kistner. "Trotzdem ist es natürlich sehr bitter für uns und meine Spieler - die Motivation ist jetzt im Keller." Dass der USV ohne einzigen "Nuller" und mit acht Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz liegt, ist seit gestern völlig wertlos. "Zudem kommt bei uns ja noch dazu, dass der Großteil der Mannschaft nun schon einige Jahre zusammen ist und gemeisam seit drei Jahren am Aufstieg kratzt. Jetzt hätten wir es sicher geschafft und stehen wieder mit leeren Händen da." Bezüglich ÖFB-Entscheidung schließt sich Kistner Penco zu hundert Prozent an. "Das hat nichts mit einem fairen Beschluss zu tun, sondern den Anschein, dass der einfachste Weg gewählt wurde. Da wird der Amateursport ad absurdum geführt. Für mich die fairste Lösung wäre gewesen, die Halbsaison zu werten und dass es nur Auf- aber keine Absteiger gibt. Ich denke, damit würden die derzeit auf einen Aufstiegsplatz stehenden Teams für das bisher Geleistete belohnt. Oder: Dass man zumindest den Punktevorsprung in die neue Saison mitnimmt - eventuell mit einer Halbierung der Punkte." ABER: Die Hoffnung für die Kistner-Crew lebt. Weil der FC Hallein seine Mannschaft in der 2. Landesliga Nord im Winter bereits abgemeldet hat und Zell am See in der Salzburger Liga kurz vor dem Aus steht, könnten die '18/19-Vizemeister der 2. Klasse Nord A und B (Perwang/Michaelbeuern und Ebenau), aufgrund des dann notwendigen Nachrückungsverfahren (die frei werdenden Ligaplätze müssen von unterklassigen Teams nach und nach aufgefüllt werden), die großen Nutznießer sein.

 

Auch Austria 1b wittert ihre Chance

Ein anderer Lösungsvorschlag sieht vor, dass die möglichen frei werdenden Plätze mit den im Vorjahr abgestiegenen Teams, deren Gang nach unten eine ungünstige Konstellation vorausging, aufgefüllt werden. So könnte die 1b-Mannschaft der Salzburger Austria als Profiteur aus dieser Angelegenheit herausgehen. Der zweite Anzug der Violetten stieg im Spieljahr 2018/19 als Tabellenvorletzter der 1. Klasse Nord in die 2. Klasse Nord B ab. Ähnlich wie bei Oberndorf (als Tabellenvorletzter der 2. Landesliga Nord in die 1. Klasse Nord abgestiegen) dürfte auch bei den Violetten der besagte Fall der ungünstigen Konstellation in Kraft treten, weil laut SFV-Regelwerk schließlich nur der Tabellenletzte absteigen muss.

 

 

Wichtigsten Fakten zur Abbruch-Saison 2019/20:

 

Herbstmeister und Winterkönig: SAK 1914 1b

Top-Torjäger: Nikola Vidovic (SAK 1914 1b) - 16 Tore

Höchster Sieg: SAK 1914 1b (10:1 gegen SV Austria Salzburg 1b)

Meiste erzielte Tore: SAK 1914 1b (48)

Wenigste erzielte Tore: ÖTSU Hallein 1b (7)

Meiste kassierte Tore: ÖTSU Hallein 1b (58)

Wenigste kassierte Tore: SU Abtenau (8)

Fairstes Team: SAK 1914 1b (12 Strafpunkte) 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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