2. Klasse Süd/West

"Krampuszeit und Aprés-Ski sind vorbei" - Winterkönig Großarl möchte den Platz an der Sonne verteidigen!

In der abgelaufenen Spielzeit hatte der USV Großarl so gut wie gar nichts mit dem Meisterkampf der 2. Klasse Süd/West zu tun. Heuer sind die Jungs rund um Coach Thomas Rohrmoser mittendrin statt nur dabei. Obwohl alles nach einem Start-Ziel-Sieg der Brucker ausgesehen hatte, schafften es die Großarler, in der 14. Runde am großen Titelfavoriten vorbeizuziehen und den Platz an der Sonne bis zum Ende des ersten Saisonabschnitts zu behaupten. Im Frühjahr wollen die Rohrmoser-Mannen weiterhin am Thron bleiben. 

 

Gelingt der Wiederaufstieg im vierten Anlauf?

Nach dem Abstieg aus der 1. Klasse Süd in der Saison 2014/15 war für den USV Großarl der Wiederaufsteig in den Folgespielzeiten in weite Ferne gerückt. Erst probierten es die Großarler in der 2. Klasse Süd, im Juli 2017 wechselte der USV dann in die Zweitklassigkeit mit südwestlicher Ausrichtung. Und auch dort spielten die Rohrmoser-Buben im Aufstiegskampf vorerst keine entscheidende Rolle. Heuer sah der Sachverhalt ganz anders aus. Obwohl für viele Ligaexperten mit dem SK Bruck der Meister eigentlich vor der Saison schon feststand, konnten sich die Großarler nicht unverdient die Winterkrone krallen und überwintern auf dem Sonnenplatz der Tabelle. "Die Saison hat mit dem 0:4 gegen Bruck ganz blöd angefangen. Im weiteren Verlauf fanden wir aber immer besser in die Spur und konnten uns gar an die Spitze setzen. Wir sind sehr zufrieden", erzählt Großarl-Coach Thomas Rohrmoser. Einer der vielen Gründe für diesen Zwischenerfolg sieht Rohrmoser auf zwischenmenschlicher Ebene: "Die Kameradschaft ist bei uns ein Wahnsinn. Jeder fightet für jeden. Und ich glaube, dass kann letztendlich der entscheidende Unterschied werden." Aufgrund des starken Abschneidens in Saisonabschnitt eins liebäugeln die Großarler nun auch mit dem Aufstieg in die Erstklassigkeit. "Es ist immer fraglich, wie stark wir schlussendlich aus der langen Winterpause herauskommen werden. Doch Ziel ist es, solange wie möglich den ersten Platz zu verteidigen", so der Großarler Mann an der Seitenoutlinie weiter. 

 

Jeder Stein bleibt auf dem anderen

Zu- beziehungsweise Abgänge wird es beim USV Großarl aller Voraussicht nach nicht geben. Dafür kehren einige verletzte Spieler wieder zurück in den Kader. "Dadurch wird die nötige Kaderbreite wieder hergestellt. Es entspricht auch nicht der Philosophie des Vereins, dass wir auf Teufel komm raus neue Spieler holen", stellt Rohrmoser klar.

 

Und wie sieht die Vorbereitung in Großarl aus, Herr Rohrmoser?

"Wir haben einen Kunstrasen und somit enorm viele Möglichkeiten, unsere Vorbereitung so vielfältig wie möglich zu gestalten. Die Problematik ist momentan allerdings der Schnee. Ich hoffe aber, dass unser Kunstgrün bis Ende Februar geräumt werden kann. Dann haben wir noch rund ein Monat Zeit, um uns den Schliff für den bevorstehenden zweiten Saisonabschnitt zu holen. Das reicht vollkommen. Die Krampuszeit und Aprés-Ski sind für die Jungs nun vorbei. Jetzt gilt es wieder Gas zu geben. Auf Trainingslager fahren wir nicht. Da organisieren wir lieber nach dem Saisonende einen Spaßtrip."

 

Pflichtsieg gegen den Tabellenvierten?

Für die Rohrmoser-Jungs geht es am 6. April wieder in der 2. Klasse Süd/West weiter. Da wartet mit dem SC Wald, aktuell Tabellenvierter, gleich ein richtungsweisendes Heimspiel auf den momentanen Ligaprimus. Um die gesteckten Ziele seriös verfolgen zu können, könnte man bei diesem Duell gut und gerne von einem Pflichtsieg aus Sicht der Großarler sprechen. Aber aufgepasst, lieber USV: Das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Team ging ganz klar mit 3:1 an die Oberpinzgauer.

 

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