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2. Landesliga Nord

Seidl zurückgetreten! ASK_PSV Salzburg geht mit Trainer-Urgesteinen ins Meisterschaftsfinale

ASK_PSV Salzburg

Im vergangenen Jahr aus der 1. Landesliga abgestiegen, lief es für den ASK_PSV Salzburg nach einem sommerlichen Umbruch auch einen Stock tiefer nicht ganz nach Wunsch. Auch im Frühjahr konnte das Ruder noch nicht herumgerissen werden. Als Tabellenzwölfter steht man momentan zwar über dem Strich, aber die Anifer lauern nur zwei Zähler hinter dem Traditionsklub. Die samstägige 4:2-Niederlage gegen den SV Seekirchen 1b, als man eine frühe 2:0-Führung auch durch Disziplinlosigkeiten noch vergeigte, gab für Trainer Mario Seidl den endgültigen Ausschlag, seinen Rücktritt anzubieten. Die Vereinsführung um Präsident Walter Fuchsbauer nahm diesen an und präsentierte heute ein neues Trainerduo, das in den abschließenden vier Runden den Verbleib in der 2. Landesliga Nord sichern soll.

Wolfgang "Dietsch" Dietinger und Wolfgang Peischl übernehmen

Die zwei Neuen an der Kommandobrücke sind zwei bekannte Gesichter, die den Klub über die letzten Jahre prägten. Wolfgang Dietinger führte die Salzburger Liga-Mannschaft des ASK von 2001 bis 2011. Wolfgang Peischl ist seit Jahren in verschiedensten Funktionen im Klub tätig, unter anderem auch als Cheftrainer. Präsident Walter Fuchsbauer ist überzeugt, mit ihnen eine gute Lösung gefunden zu haben: "Wolfgang Dietinger kennt den Verein, war lange Zeit bei uns und hat auch viele Spiele in dieser Saison gesehen. In unserem Team steckt sehr viel Potential. Es ist zuletzt aber so manches schief gelaufen. Vor allem die Disziplin hat Probleme gemacht, wie das Seekirchen-Spiel gezeigt hat. Mit seiner Erfahrung und Klasse wird er es - gemeinsam mit Wolfgang Peischl - schaffen, das Team zum Klassenerhalt zu führen." Gleich das nächste Match ist für ihn richtungsweisend: "Wir haben heuer schon tolle Leistungen gezeigt. Wir haben es noch immer selber in der Hand. Das Spiel gegen Schleedorf ist entscheidend."

Selbstkritischer Mario Seidl geht im Guten

Der nunmehrige Ex-Trainer Mario Seidl betont, dass die Trennung im Guten und absolut einvernehmlich erfolgt ist, er dem Klub zudem auch in den nächsten Wochen helfend zur Seite stehe. Er führt die Tabellensituation als Hauptgrund für seinen Entschluss an: "Es liegt auf der Hand, dass weder ich noch der Verein damit zufrieden waren. Das Team kann viel mehr als es die Tabelle vermuten lässt." In der schwierigen Situation des Klubs hält er die Trennung für den besten Schritt für beide Seiten: "Ich hatte zuletzt etwas das Feuer verloren. Ich habe viel investiert, aber durch den Misserfolg kommt nichts zurück. Der Verein hat mit den beiden Urgesteinen eine sehr gute Lösung gefunden. Ein externer Input tut der Mannschaft jetzt sicher gut. Ich hoffe für den gesamten Klub, dass der Klassenerhalt gelingt, bin aber überzeugt, dass sie es schaffen." Der junge Coach gesteht sich selbstkritisch ein, dass sein kommunikativer, freundschaftlicher Zugang von manchen Spielern ausgenutzt wurde: "Ich war teilweise wohl zu kumpelhaft, zu gutmütig und zu nahe an der Mannschaft. Mancher hat das falsch interpretiert. Ich hätte wohl früher härter sein müssen. Das kreide ich mir an." Was seine persönliche Trainerzukunft bringen wird, weiß er so spontan noch nicht. Er hält vorerst weiter dem ASK_PSV kräftig die Daumen: "Alleine wenn man sieht, was Walter Fuchsbauer alles für diesen Verein tut, muss man hoffen, dass der neuerliche Abstieg verhindert wird."

 

Geschrieben von Lukas Kollnberger

 

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