Kaltschnäuzigkeit schlägt Ineffizienz - Gneis-Sektionsleiter Tripp: "Hätte ganz anders ausschauen können"

Die Partie zwischen dem USK Volksbank Gneis und dem USC Faistenau steht in der Regel für viele Tore. In den letzten fünf direkten Duellen gab's satte 24 Tore, bedeutet im Schnitt 4,8 Buden pro Spiel, zu sehen. Auch dieses Mal wurde mit den Volltreffern nicht haushälterisch umgegangen: Dank dem Dosenöffner von Klaushofer und Triplepacker Fetahaj setzten sich die Faistenauer am Ende klar mit 4:0 durch.

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Trotz vielen Chancen: Gneis wollte kein Treffer gelingen 

Im Vergleich zur letztwöchigen 1:2-Schlappe in Mattsee gab's bei den Hausherren zwei Veränderungen personeller Natur: Lindner und Mehmedovic rückten anstelle von Strasser und Weisl in die Startelf. Knapp 120 Besucher wollten sich dieses Match nicht entgehen lassen und sahen einen recht flotten Beginn von beiden Mannschaften. Nach wenigen Sekunden ergab sich für die Gäste aus Faistenau schon der erste Hochkaräter, Angreifer David Reichinger zog gegen Heim-Goalie Valentino Jovic aber den Kürzeren. Während sich im Spiel der Faistenauer die ein oder anderen Ungereimtheiten einschlichen, erlangten die Hausherren langsam aber doch Oberwasser. "Man hat gemerkt, dass wir noch kein Meisterschaftsspiel in den Beinen hatten", rang Gäste-Trainer Stefan Pointner nach entschuldigenden Worten. Nichtsdestotrotz war es nach rund einer Viertelstunde seine Crew, die die Hände in die Höhe reißen durfte: Der USC lancierte einen Angriff über links, den Wolfgang Klaushofer mit einem staubtrockenen Schuss ins lange Eck erfolgreich abschloss - 0:1 (16.). "Gneis hat sich nicht versteckt. Wenn die im Kopfballspiel etwas besser wären, hätte es leicht zweimal klingeln können", gab Pointner zu. Auf der einen Seite vergaben vor allem Fallnbügl und Lindner beste Chancen, auf der Gegenseite agierten die Faistenauer hocheffizient: Weil Mendim Fetahaj einem blitzschnell vorgetragenen Feldzug das Tüpfelchen auf dem i verpasste, hieß es nach exakt 37 gespielten Minuten 0:2. "Danach war bei uns ein wenig die Luft raus", schilderte Gneis-Sektionsleiter Markus Tripp.

 

Fetahaj-Show ging in die nächste Runde

In Halbzeit zwei bekam man ein ähnliches Bild zu sehen: Ein forsches Hin und Her mit Chancen hüben wie drüben. Was sich übrigens auch nicht änderte, war die matte Chancenausbeute der Heimischen. "Sie sind immer wieder zu Möglichkeiten gekommen", hatte Pointner mit ineffizienten Gneisern seine Freude. In Minute 73 sorgte Mendim Fetahaj für so etwas wie die Vorentscheidung: Der 23-jährige Offensivmann im Dress der Faistenauer schnürte seinen Doppelpack, drehte Gneis wohl endgültig den Fernseher ab. "Mit dem 0:3 war die Sache erledigt. Wir haben dann begonnen, mit uns selbst zu hadern und uns aufzugeben", begrub auch Tripp all seine Hoffnungen. Der Schlussstrich war natürlich Fetahaj vorbehalten, der im Finish gar noch ein drittes Mal abfeuerte und für den 0:4-Endstand sorgte (89.). Pointner konnte mit dem Saisonstart zweifellos zufrieden sein: "Meiner Meinung nach war der Sieg verdient. Ein Kompliment an die gesamte Mannschaft." Tripp trauerte indes den vielen vergebenen Sitzern nach: "Faistenau hat das sehr routiniert gemacht. Wenn wir unsere Chancen genützt hätten, hätte es ganz anders ausschauen können. Der Spielverlauf an sich hat uns auch nicht wirklich in die Karten gespielt."

 

 

 USK Volksbank Gneis  0:4 (0:2)  USC Faistenau 

Gneis, SR: Reda Mohamed

 

Torfolge: 0:1 Wolfgang Klaushofer (16.), 0:2 Mendim Fetahaj (37.), 0:3 Mendim Fetahaj (73.), 0:4 Mendim Fetahaj (89.)

 

Die Besten bei Faistenau: Pauschallob.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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