“Hätten noch mehr rausholen können“, aber: OSK mit bravouröser Herbst-Performance

Dass der 1. Oberndorfer SK von der Corona-Pandemie profitierte und als Vorletzter der 1. Klasse Nord zurück in die 2. Landesliga Nord gezogen wurde, zauberte einigen ein schelmisches Lächeln ins Gesicht. Davon ließ sich der OSK jedoch weiß Gott nicht beirren, fand in der neuen, alten Spielklasse rasch den Anschluss und liegt nun nach zehn absolvierten Begegnungen im Tabellenmittelfeld. Die Zielsetzung fürs Frühjahr ist an diejenige des Herbstes angelehnt: Die Kicker rund um Spielercoach Josef Höller wollen nach wie vor nicht mit dem Kampf um den Ligaverbleib in Verbindung gebracht werden.

Fotocredit: 1. Oberndorfer SK 

 

Liganeuling lebte sich schnell ein

Das Spieljahr 2020/21 startete für die in die Sechstklassigkeit zurückgeholten Oberndorfer mit einer 0:2-Heimpleite gegen den HSV. Für viele war es wohl ein erwartungsgemäßer Beginn einer Mannschaft, die vor haargenau einem Jahr in der unteren Etage noch im Abstiegsstrudel steckte. Doch es musste nicht viel Zeit vergehen, ehe es dem OSK phasenweise eindrucksvoll gelang, all die Skeptiker verstummen zu lassen. Vor allem auf heimischem Geläuf geigten die Höller-Buben nach der Auftaktschlappe groß auf, blieben bis zur unverhofften Saisonunterbrechung daheim ohne weitere Niederlage. Insgesamt kam Oberndorf in zehn Partien auf zwölf Zähler, könnte im schlimmsten Fall, wenn alle Nachtragsspiele absolviert sind, von der momentanen siebenten Tabellenposition lediglich auf Rang neun purzeln. Dem spielenden Trainer freut's: "Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Herbst zufrieden. Wir hätten in gewissen Spielen noch ein bisschen mehr rausholen können, aber wichtig war, dass wir in der Liga mithalten können." Als bisheriges Saisonhighlight nennt Höller den abschließenden Heimtriumph über Elixhausen. Beim letztendlichen 4:2-Sieg schied Höller früh aus, musste zum Nähen ins Krankenhaus, durfte am Ende des Tages aber doch noch jubeln: "Die Jungs haben den Sieg heimgefahren."

 

Ziele

Die Zielsetzung, auch in der Folgesaison ein Teil der 2. Landesliga Nord zu sein, verfolgen die Oberndorfer akribisch. "Die ist ähnlich wie im Herbst. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben", bestätigt Höller. Dem nicht genug legt Höller sein Augenmerk auf die Art und Weise, wie seine Crew Fußball spielt. "Wir wollen uns spielerisch stetig verbessern und im Laufe des Frühjahrs mehr Dominanz am Feld ausstrahlen."

 

Transfers

Die Flachgauer wickelten in der Winterpause eine Neuverpflichtung in trockene Tücher. Der Klub krallte sich mit Thomas Schnöll einen Akteur, der zuletzt für St. Pantaleon in der 1. Südwest in Oberösterreich aufgelaufen war.

 

Vorbereitung 

Wie alle Amateurklubs tappen auch die Höller-Schützlinge in Bezug auf die Frühjahrsvorbereitung momentan im Dunklen. Sollte es die Situation erlauben, wird Oberndorf seine Trainingseinheiten vermehrt in Deutschland abhalten. "Wenn möglich sind wir wieder in Fridolfing am Kunstrasen", sagt Höller. Einfach abwarten und Tee trinken scheint nicht in der DNA des Vereins zu stecken. "Bis jetzt hatten die Spieler ein Lauf- und Kräftigungsprogramm zu absolvieren", lässt Höller wissen. Beim aktuellen Tabellensiebenten der 2. Landesliga Nord wird also schon brav geschwitzt.

 

Ganz Oberndorf wartet aufs Okay der Landesregierung

Apropos schwitzen: Das Projekt "Sportzentrum neu" liegt derzeit bei der Landesregierung zur Beurteilung. "Wir zittern mit und hoffen auf eine positive Bewertung", drücken Höller und alle anderen Vereinsmitglieder kräftig die Daumen.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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