Vereinsbetreuer werden

Undiszipliniertheit kostet ASV fast den Sieg!

Am gestrigen Freitagabend stand das Duell zwischen dem USC Faistenau und dem ASV Salzburg auf der Speisekarte. Die Reitsamer-Buben waren bis dato noch ungeschlagen: Zum Auftakt gab es einen 4:1-Erfolg in Gneis, dem folgten zwei Remis gegen den OSK und Plainfeld. Doch auch der ASV konnte bereits eine Duftmarke setzen: Die Städter durften gleich zu Beginn zwei Siege en suite bejubeln, am letzten Spieltag setzte es allerdings eine klare 0:4-Pleite im Heimtreff mit Oberhofen. Als neutraler Zuschauer hatte man nur einen Wunsch. Wenn möglich, dann sollte diese Begegnung in Sachen Tore so verlaufen wie das letzte Spiel, das zwischen diesen beiden Mannschaften in Faistenau ausgetragen wurde: Im August 2017 bekamen die Besucher nämlich nicht weniger als sieben (!) Tore zu Gesicht - Faistenau gewann am Ende mit 4:3.

 

ASV-Keeper Gottsmann hielt seine Crew im Spiel

Rund 200 Zuseher wollten sich dieses 2. Landesliga Nord-Duell nicht entgehen lassen. Die Hausherren machten im ersten Durchgang den wesentlich besseren Eindruck und verzeichneten ein leichtes Chancenplus. "Faistenau hatte leichte Vorteile. Am Ende konnten wir uns bei unserem Keeper bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind", schnaufte ASV-Trainer Markus Teufl tief durch. ASV-Schlussmann Thomas Gottsmann brachte die Hausherren mit der einen oder anderen Glanzparade schier zum Verzweifeln. Tore blieben in den ersten 45 Minuten Fehlanzeige und so ging es torlos in die Katakomben.

 

Drei Tore in zehn Minuten

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, wendete sich das Blatt. Die Dominanz der Faistenauer nahm ab und der ASV Salzburg fand immer besser in dieses Aufeinandertreffen. In der 65. Spielminute gingen die Teufl-Mannen in Führung: Nach einem genau getimten Pass in die Tiefe kam Martin Gavric gerade noch vor dem herausstürmenden Heim-Torwart Meissnitzer an die Kugel und spitzelte diese ins Tor - 0:1. Doch die Antwort auf diesen Rückschlag hatten die Faistenauer prompt parat. Nur sieben Minuten nach der Gavric-Bude sprang ein Klärungsversuch von Gottsmann Marco Lämmerhofer vor die Füße, der nicht lange fackelte und das Leder aus etwa 40 Metern im verwaisten Tor unterbrachte - 1:1 (72.). Nun überschlugen sich in Faistenau die Ereignisse. Denn nur drei Minuten nach dem Egalizer schlug es zu zweiten Mal an diesem Fußballabend im Heim-Kasten ein: Tamas Szabo brachte seine Truppe wieder auf die Siegerstraße - 1:2 (75.). In Minute 78 schwächten sich die Städter selbst: Der bereits verwarnte Emre Öztürk war mit der Arbeit von Spielleiter Heinz Vizkotter alles andere als zufrieden und flog nach einer Schiedsrichterkritik mit der Ampelkarte vom Platz - Gelb/Rot. "In der Schlussphase mussten wir in Unterzahl noch einmal zittern", gestand Teufl. Doch der numerisch unterlegene ASV brachte die knappe Führung schlussendlich über die Runden.

 

Markus Teufl (Trainer, ASV Salzburg)

"Es war eine enge Kiste. In der ersten Halbzeit war Faistenau etwas besser, in Hälfte zwei dann wir. Irgendwie hatte man im Verlauf des Spiels das Gefühl, dass die Mannschaft gewinnen wird, die das erste Tor macht. Und so war es am Ende auch."