Drückend überlegen mit klarem Chancenplus, dennoch: Faistenau unterlag HSV knapp

Mit dem USC Faistenau und dem Heeres SV Wals standen sich zum Runden-Opener der 2. Landesliga Nord zwei Teams gegenüber, die beide relativ gut in die Spielzeit gestartet waren. Die Faistenauer (ein Spiel weniger) holten aus drei Spielen sechs Punkte, indes sammelte der HSV in vier Begegnungen einen Point mehr. Das letzte direkte Aufeinandertreffen konnten die Walser im vergangenen September noch klar mit 5:2 für sich entscheiden. Zwar wurde es dieses Mal nicht so deutlich, das Punktemaximum sicherte sich aber neuerlich Wals, das etwas glücklich als 2:1-Sieger von der grünen Wiese stapfte.

 

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

HSV stellte die Geschehnisse komplett auf den Kopf 

"Wir haben auf dem Kunstrasen gespielt. Das ist uns nicht unbedingt entgegengekommen", fasste der Sportliche Leiter des HSV, Thomas Pichler, in aller Kürze zusammen. Faistenau war vom Start weg spielbestimmend und zog das Chancenplus relativ schnell auf seine Seite. Erst verjuxte Fetahaj gleich zweimal eine vielversprechende Gelegenheit, später scheiterte noch Kumpel Klaushofer am Aluminum. Völlig entgegen des bisherigen Spielverlaufes ging der HSV nach exakt 25 Minuten in Front: Philip Schmidt tauchte nach einer Hereingabe völlig unbedrängt in der Heim-Box auf und verwertete diese cool zum 0:1. "Aus dem Nichts", ärgerte sich Faistenau-Coach Stefan Pointner. Während die Heimelf wie wild auf den zahlenmäßigen Gleichstand drückte, gelang den Walsern im psychologisch günstigsten Zeitpunkt gar der zweite Treffer: Dominik Marazeck wusste einen Wintersteller-Fauxpas auszunutzen und sorgte zur Pause für noch komfortablere Verhältnisse - 0:2 (41.). "Der Druck der Faistenauer war ziemlich hoch. Wir haben jedoch ganz brav dagegengehalten", schilderte Pichler.

 

Strittige Schiedsrichterentscheidungen brachten die Beteiligten auf die Palme

Die Pointner-Mannen kamen wie aus der Pistole geschossen auf den Rasen zurück. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten, zog Sebastian Seebacher in der 46. Spielminute mit der Kugel am Fuß vom Flügel nach innen, um es anschließend ins kurze Eck zu donnern - 1:2. "Nach unserem Anschlusstreffer blieben wir am Drücker. Die Partie wurde noch heißer", erzählte Pointner. Während Faistenaus Kapo Ebner bei einem Lattenkracher nur Zentimeter fehlten, reklamierte der HSV auf der Gegenseite Elfmeter. "Für mich ein klarer. Danach hatte Pollmann die große Chance auf das 1:3", sehnte sich Pichler einer vorzeitigen Entscheidung. Im Grande Finale gab's noch einen Stimmungsmacher, als Gäste-Schlussmann Krainer Heim-Boy Fetahaj außerhalb des Sechzehners von den Beinen holte, nur Gelb sah. Sehr zum Ärger von Pointner: "Eigentlich Torraub und Rot. Die Schiedsrichterleistung von Angermann war unterm Hund." Kurz nach diesem Aufreger war Schluss und der knappe Auswärtserfolg der Walser in Stein gemeißelt. "Für uns drei verlorene, für Wals drei gewonnene Punkte. Die haben ja selbst nicht gewusst, warum sie zur Pause 2:0 geführt haben." Für Pichler war es hingegen ein "glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg."

 

 

 USC Faistenau  1:2 (0:2)  Heeres SV Wals 

Faistenau, SR: Martin Angermann

 

Torfolge: 0:1 Philip Schmidt (25.), 0:2 Dominik Marazeck (41.), 1:2 Sebastian Seebacher (46.)

 

Die Besten beim HSV: Wolfgang Krainer (TW), Lukas Buchner (IV), Daniel Ressel (RV), Dominik Marazeck (DM), Philip Schmidt (ST).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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