Vereinsbetreuer werden

"Gneis neu" entscheidet Hitchcock-Finale für sich

Das Erstrundenduell zwischen der SV Wals-Grünau 1b und dem USK Gneis war nichts für schwache Nerven. Nachdem die Regionalliga-Fohlen tief im Nachschlag den Rückstand egalisiert hatten, kanonierten sich die Gneiser in der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit doch noch zum vollen Erfolg.

 

Fotocredit: FMT-Pictures/TA (ARCHIVBILD)

 

Grün-Weiß verpasste höhere Pausenführung 

Die Grünauer 1b gab vor etwa 50 Besuchern in der ersten Halbzeit ganz klar den Ton an. "Ja, sie waren klar besser, hätten zur Pause durchaus höher führen können", gestand Gneis' Neo-Trainer, Alexander Reinthaler. Dass nach den ersten 45 Minuten aus grün-weißer Sicht zumindest ein Ein-Tor-Vorsprung herausgearbeitet wurde, war Wolfgang Högl zu verdanken, der bereits in der Anfangsviertelstunde auf 1:0 stellte (12.). 

 

Irres Finale mit "Happy End" für Gneis

Eine Komplettumststellung zum Pausentee verhalf den Gneisern in Abschnitt zwei in die richtige Spur. Die Gäste agierten fortan mit viel mehr Druck und liefen den Gegner wesentlich höher an. "Von Wals-Grünau ist in dieser Phase gar nichts mehr gekommen", sagte Reinthaler, der sich über den zwischenzeitlichen Turnaround freuen durfte. Zweimal Elfmeter, zweimal Mehmedovic - so wurde der 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung verwandelt. Nachdem die Reinthaler-Truppe schon wie der sichere Sieger ausgehen hatte, überschlugen sich in einer langen Nachspielzeit noch einmal die Ereignisse. In der 94. Minute drückte Heim-Joker Reischl zum vermeintlichen Punktgewinn ab, den der überragende Mehmedovic wenige Augenblicke danach zunichte machte - 2:3 (96.). 

 

Reinthaler-Kollektiv will unter die besten Fünf

Der USK Gneis war in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade erfolgsverwöhnt. In der Vorsaison feierte der Stadtklub überschaubare zwei Siege. "Das Gneis, wie es zuletzt war, gibt's nicht mehr. Vier Spieler sind Altbestand, der Rest ist neu", stellt Reinthaler, der in der kurzen Sommerpause gleich zwölf Wunschspieler mit an Bord holen konnte, klar. "Wir sind jetzt definitiv konkurrenzfähig, wollen am Ende in den Top-5 landen."