"Zwei verlorene Punkte" - Ineffiziente Schnöll-Buben remisieren gegen Kaprun

Die TSV St. Johann 1b bekam es anlässlich der 22. Runde mit dem FC Kaprun zu tun. So richtig in Fahrt kam die Schnöll-Truppe im Frühjahr noch nicht. In den bisherigen sechs Spielen kamen lediglich vier Zähler auf das Punktekonto der Pongauer. Erfreulicher lief es indes für den FCK. Mit dem 3:2-Heimerfolg gegen Saalbach starteten die Kapruner eine kleine Siegesserie und fuhren gegen Leogang (2:0) und zuletzt gegen St. Veit (1:0) zwei weitere "Dreier" ein.

 

Hausherren mit "groß fahrlässiger" Chancenauswertung

Die ersatzgeschwächte St. Johanner 1b begann sehr druckvoll, doch das alte Leid, vor dem Tor nicht effizient genug zu sein, setzte sich auch heute gegen Kaprun fort. "Wie wir teilweise mit unseren Chancen umgehen ist groß fahrlässig", meinte St. Johann 1b-Trainer Thomas Schnöll. Erst scheiterte Tumbri nach Strobl-Lochpass an Kaprun-Keeper Dettenbeck, wenig später sauste ein Strobl-Schuss nur knapp am Gehäuse vorbei. Danach pendelte sich das Spielchen ein wenig ein und schlussendlich ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

 

St. Johanns Kapitän vergab den Matchball

In der zweiten Spielhälfte blieben die Pongauer die klar bessere Mannschaft, richtig zwingende Torchancen konnten sie aber vorerst nicht kreieren. Völlig entgegen den Spielverlauf hieß es in der 56. Spielminute plötzlich 0:1: Luuk van Santen nickte nach einem Eckball per Kopf zur schmeichelhaften Führung ein. Der zweite Anzug des Westligisten konnten erst im Endspurt Nutzen aus ihrer Dominanz ziehen und mit einem Doppelschlag die Partie komplett drehen: Nachdem Antonio Simic von der Strafraumgrenze die Uhren wieder auf null stellte (81.), köpfte Roland Strobl seine Crew zum ersten Mal an diesem Fußballabend in Führung - 2:1 (85.). Nur drei Minuten nach dem Strobl-Header schlug es jedoch wieder auf der anderen Seite ein: Joker Fabian Hadjiyski fasste sich aus circa 25 Metern ein Herz und traf - 2:2 (88.). In der Schlussminute hatte der Kapitän der jungen St. Johanner den Matchball auf dem Fuß oder besser gesagt auf dem Kopf, doch Strobls Kopfball prallte nur gegen die Latte. "Es ist schon ziemlich mühsam. Wir können uns momentan für den hohen Aufwand nicht belohnen. Einsatzmäßig kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber heute waren es wieder zwei verlorene Punkte", musste sich Schnöll mit lediglich einem Pünktchen zufrieden geben.

 

Die Besten: Christofer Schnöll (Verteidigung), Daniel Marauli (Verteidigung), Nicklas Neu (Verteidigung); Christian Kreuzberger (Angriff), Hannes Schwab (Mittelfeld). 

 

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