Neuerlich im Titelrennen! Kollektivstarkes Maishofen als Punktehamster

Der SK Maishofen hat es wieder getan! Wie schon in der annullierten Spielzeit 2019/20 schnappten sich die Männer aus der "Delling Gruam" auch heuer nach Beendigung der Herbstmeisterschaft den tollen zweiten Platz. Ohne richtigen Goalgetter, allerdings mit einem starken Mannschaftsgefüge wird weiterhin das ausgesprochene Saisonziel verfolgt: Ein Top-5-Platz. Für eine Etage oberhalb fehle, laut Sektionsleiter Philipp Eder, der Anspruch.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Maishofener jubeln über Tabellenplatzbestätigung

Wie schon im Vorjahr wird der SK Maishofen den Jahreswechsel als Tabellenzweiter erleben. Mit dem einzigen Unterschied, dass man dieses Mal Nachbar Saalbach jagt und nicht wie in der "Nullsaison" den FC St. Martin/T. Wenn schon verglichen wird, muss natürlich auch gesagt werden, dass die Bilanz nach elf gespielten Begegnungen besser ist: Sieben Siege, drei Unentschieden und eine Pleite - 24 Punkte. In der annullierten Spielzeit waren es nach ebensovielen Runden 21. "Ich bin mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Punkte, die man da oder dort liegen gelassen hat, kann man im Nachhinein immer nachtrauern. Das könnte jede Mannschaft machen. Bringt aber nichts, denn die Punkte kommen nicht mehr zurück. In den Auswärtsspielen bei Tenneck und Eben haben wir jeweils zwei Punkte liegen gelassen. Dafür hätten die Heimspiele gegen St. Johann 1b und Neukirchen auch anders ausgehen können. Das gleicht sich in Summe für uns aus", resümiert Eder. Die einzige Saisonpleite musste der SKM ausgerechnet im Derby gegen Rivale Saalbach hinnehmen: Trotz finaler Überzahl ging die Partie im Hinterglemmer Waldstadion mit 1:2 verloren.

 

Mannschaftliche Geschlossenheit als Schlüssel zum Erfolg

Ein Blick auf die aktuelle Schützenliste verwundert, denn mit Ausnahme von Maishofen stellen alle 2. Landesliga Süd-Spitzenteams einen Torgarant. Lukas Düngler und Kapo Marcel Bachmann trafen fünf Mal ins Schwarze, führen ex-aequo die interne Liste an, hinken den Tormaschinen wie beispielsweise Kljajic (18) und Schwabl (15) aber weit hinterher. Ein Nachteil, Herr Eder? "Das kann man sowohl als auch betrachten. Der Vorteil eines Knipsers liegt natürlich auf der Hand. Manchmal kann die Qualität eines solchen ein Schnittspiel zu deinen Gunsten entscheiden. Vergessen wir aber nie, dass der Knipser auch von Vorbereitungen der Teamkameraden abhängig ist. Der beste Stürmer kann kein Tor erzielen, wenn er nicht freigespielt wird" In Bezug auf seine Truppe, weiß Eder: "Dass wir seit Mario Wallner in Bestform keinen echten Knipser mehr in den Reihen haben. Auf der anderen Seite kann ich mich selten an ein so starkes Kollektiv in Maishofen erinnern."


Ziele

Als zweifacher Vize-Winterkönig en suite knabbert der SK Maishofen seit geraumer Zeit an der Spitzenposition. Nicht allzu weit hergeholt, dass die Grün-Weißen mit dem Meistertitel und dem höher gelegenen Stockwerk in Verbindung gebracht werden. Jegliche Aufstiegsgedanken werden von Eder jedoch dementiert: "Unser Ziel, Top-5 der Liga, bleibt von meiner Warte aus unverändert. Wenn die Jungs an den Herbst anschließen können, dann ist auch mehr möglich. Ich möchte aber nicht sinnlos Druck auf meine Spieler ausüben. Sie geben ohnehin im Großteil der Spiele alles und versuchen immer das Maximum rauszuholen." Bezüglich 1. Landesliga habe Maishofen laut Eder "definitiv nicht die Ambition": "Vor allem die Reserve würde mir dabei größte Sorgen bereiten."


Vorbereitung

Bis zum Start der Frühjahrsmeisterschaft scheint der Fahrplan der Maishofener optimal durchgeplant. Die Buben von Übungsleiter Franz Fellerer werden am 25. Jänner in die Vorbereitung starten und dreimal pro Woche trainieren. "In der Zeit von 27. Jänner bis 10. März teilen wir uns einmal wöchentlich den Kunstrasen in Piesendorf mit dem SK Bruck. Wir werden teilweise eine Art Trainingsgemeinschaft ausprobieren", verrät Eder. Professionell: Zu Beginn und am Ende einer Trainingswoche steht Fitnesstraining im Freien am Programm, dabei ist den Grün-Weißen die Unterstützung von Radomir Preradovic und Wolfgang Millinger sicher. "Zwei Laufexperten", lässt Eder wissen. "Die wesentlich dazu beitragen sollen, dass unsere Jungs körperlich für das Jahr 2021 gerüstet sind und vor allem mit 'Hirn' trainiert wird." Gleich wie im Vorjahr verzichtet der Tabellenzweite der 2. Landesliga Süd auf ein Trainingslager. "Die Jungs trainieren auch ohne Camp super. Das Geld investiere ich lieber wieder in einen Teambuilding-Tagesausflug in der Nähe mit netter "Zomhuckarei" sofern es die Lage ermöglicht", meint Eder.

 

Transfers 

In Anbetracht des Spielerkaders wird beim SKM wohl jeder Stein auf dem anderen bleiben. "Mein Hauptaugenmerk liegt auf unserem derzeitigen Kader. Diesen will ich langfristig im Verein begleiten. Ich gehe auch davon aus, dass mir alle Jungs im Frühjahr erhalten bleiben. Sie fühlen sich in der Gruppe sehr wohl und haben meiner Meinung nach keinen Grund sich umzusehen", erklärt Eder. Für Nezugänge haben Eder und seine Maishofener stets ein offenes Ohr, allerdings ist klar: Kohle gibt's keine. "Dafür stehen wir schon seit ewiger Zeit. Mittlerweile geht's nicht mehr um die Frage 'Bekomme ich Geld?' sondern 'Wieviel bekomme ich?' bzw. 'Wenn ihr's nicht macht, macht's ein anderer Klub'. Das möchte ich unserem Verein ersparen, denn auch unsere Sportskameraden der anderen Sektionen bringen tolle Leistungen. Zahlt man alle, können wir den Verein auflösen."

  

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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