USC Saalbach-Hinterglemm eroberte mit „geilem Fußball“ Tabellenspitze

Coronabedingt ist es im sonst so belebten Ski-Mekka Saalbach-Hinterglemm ruhig geworden - gespenstisch ruhig. Dafür sorgten die Kicker in der abgelaufenen Herbstmeisterschaft für gewaltigen Radau. Wie schon in der Spielzeit 2018/19 überwintern die Glemmtaler am Platz an der Sonne. Im Frühjahr peilen die Männer rund um Übungsleiter Stoyan Uzunov eine Position in den Top-3 an. Im Falle des Falles würden die Glemmtaler auch die obere Etage ins Visier nehmen.

 

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

USC auf Kurs Meistertitel

Im Herbst 2020 gab der USC Saalbach-Hinterglemm in der 2. Landesliga Süd ganz klar die Marschroute vor. Mit den meisten erzielten Toren (38), den wenigsten erhaltenen Gegentreffern (9) sowie 27 von 33 möglichen Points führen die Uzunov-Schützlinge die Liga an - drei Punkte vor dem ersten Verfolger Maishofen. Die einzigen zwei Pleiten setzte es bei der umstrittenen Regenschlacht in Neukirchen (0:1) und gegen eine mit etlichen Regionalligakickern aufgemotzte FC Pinzgau 1b (0:1). "Es war wirklich ein sensationeller Herbst", grinst Sektionsleiter Helmut Kurej. Die teils herausragenden Leistungen sind mit Sicherheit auf die Installation des neuen Trainerteams zurückzuführen: Uzunov als "Boss" unterstützt vom spielenden Co-Trainer Arnold Benedek. "Für uns war es wichtig, einen auswärtigen, erfahrenen Trainer zu holen, wo alle Spieler bei Null beginnen und es keine Art von Vorurteilen gibt", sagt Kurej. "Mit Stoyan sind wir zu 100% zufrieden und auch Arnold ist sowohl im Trainerstab als auch als Aktiver eine absolute Bereicherung. Der Erfolg gibt uns recht. Mittlerweile spielen wir einen richtig geilen Fußball."

 

Ziele

"Wenn du vorne bist, willst du natürlich auch vorne bleiben", geht Kurej mit positiver Energie voran. Kurz gesagt wollen die Saalbach-Hinterglemmer genau dort anknüpfen, wo man im vergangenen Herbst aufgehört hat. "Klar ist, eine Frühjahrsmeisterschaft in Saalbach ist nie leicht, aber ein Platz in den Top-3 soll am Ende schon herausspringen." Reicht es nach 26 gespielten Runden gar zum Meisterstück, wäre der USC vom Aufstieg in die 1. Landesliga wahrlich nicht abgeneigt. Das war vor zwei Jahren, wo die Glemmtaler ebenfalls als Tabellenführer den Jahreswechsel erlebten, noch anders. "Damals hätten wir uns das Ganze wohl zweimal überlegen müssen, weil der Kader einfach zu klein war. Diesbezüglich sieht's jetzt wesentlich besser aus. Logisch, wenn wir Erster werden, wollen wir auch rauf."

 

Transfers

Kurios: Trotz des sportlichen Hochs wollte ein Spielerduo den Verein in Richtung Leogang verlassen. "Heutzutage steht jeder mit jedem in Kontakt. Alle Vereine freuen sich über Spieler. Freunde von Gerald Riedelsperger und Daniel Scheyerer spielen in Leogang", nimmt Kurej zu den Transfergerüchten Stellung. Doch bevor die Bürokratie ins Laufen kommen konnte, winkte der Glemmtaler Sektionsleiter ab: "Wir haben einen neuen Trainer geholt und sind super drauf - da sind Abgänge ein absolutes No-Go." Mögliche Zugänge stehen ebenfalls nicht im Raum. Eines möchte Kurej ebenfalls berichtigen: "Gerald und Daniel spielen irrsinnig gerne für Saalbach, fühlen sich bei uns wohl. Also das hat mit den möglichen Spekulationen überhaupt nichts zu tun gehabt."

 

Vorbereitung

Grundsätzlich wäre der Start ins Vorbereitungstraining für 20. Jänner geplant gewesen. Aufgrund des noch andauernden Lockdowns und dem im Gleichschritt tretenden Mannschaftssportverbots im Amateurfußball setzt Übungsleiter Uzunov bis auf Weiteres auf Improvisation und vor allem auf eine Selbstständigkeit seiner Spieler. "Stoyan hat den Burschen Wochen-Laufpläne zusammengestellt", klärt Kurej auf. Sollte sich die Situation wieder beruhigen und ein Stück weit normalisieren, werden sich die USC-Boys den notwendigen Schliff zweimal pro Woche auf dem Kunstrasenplatz in Saalfelden sowie im örtlichen Tenniszentrum holen. Die Mehrzweckhalle steht den Saalbach-Hinterglemmern heuer nicht zur Verfügung. "Ja, die haben sie im Herbst abgerissen. Das wird alles neu gebaut", stellt Kurej klar.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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