Vom Virus gerettet! Nun soll für Eben ein Mittelfeldplatzerl her

Nach zuletzt enorm schwierigen Spielzeiten ist die stressige Zeit für den UFC Eben vorerst vorbei. Weil es wegen der geplanten Ligareform mit ziemlicher Sicherheit nur Auf- aber keine Absteiger geben wird, kann man den Druck in Bezug auf den Ligaverbleib zumindest ein Jahr lang ad acta legen. Zurücklehnen und Füße hochlagern ist dennoch nicht geplant, will man sich in der listenförmigen Zusammenstellung der 2. Landesliga Süd im mittleren Bereich klassieren. Mithelfen sollen gleich vier Neuverpflichtungen. Als einzigen Abgang wurde lediglich Thomas Waldmann vermeldet.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Mit blauem Auge davongekommen

"Der Meisterschaftsabbruch ist uns sicherlich entgegengekommen. So ehrlich müssen wir schon sein", schnauft Eben-Trainer Bernhard Müller durch. Bei Fortsetzung der Saison (zumindest Abschluss der Hinrunde) hätte es für seine Crew tatsächlich brenzlig werden können. Denn gemeinsam mit St. Veit und Hüttschlag (alle sieben Punkte) hing Eben bis zuletzt im Tabellenkeller fest. Und auch wenn in der kommenden Saison womöglich alle Abstiegsszenarien wegfallen (offizielle Bestätigung seitens des SFV steht noch aus), möchten die Ennspongauer von den hinteren Tabellenpositionen nichts mehr wissen. "Unser Ziel ist ein Mittelfeldplatz", bestätigt Müller, dessen Spielerkader in der Zwangspause mächtig aufpoliert wurde. Neben Stefan Scherer, der nach drei Jahren wieder zum Klub zurückkehrt, werden auch Bruder Tobias, Stefan Wimmer (alle St. Johann), Faruk Demirbilek (Tenneck) und Markus Weissacher (zuletzt bei Pfarrwerfen gemeldet) künftig für den UFC auflaufen. Indes zog Thomas Waldmann von dannen. Der 21-Jährige entschied sich für die Rückkehr zu seiner "Ex" St. Martin/T..

 

Kicker inmitten der Vorbereitung, Vorstand grunderneuert

Die Müller-Truppe trainiert seit 19. Mai. "Drei bis viermal die Woche", ergänzt der Übungsleiter. Ebens Testspiel-Kalender wird ab 18. Juni abgearbeitet. Da steht das freundschaftliche Kräftemessen gegen Wagrain an. Eine Woche später fordert der Landesligist Nachbar Flachau heraus, nur um in der weiteren Folge noch gegen Pfarrwerfen und Radstadt zu testen. Während rund um die Mannschaft alles nach Plan zu laufen scheint, wurde auch im Vorstand so einiges umgemodelt. "Ja, der ist nun wesentlich jünger mit lauter engagierten Leuten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir da in die richtige Richtung schwimmen", so Müller.

 

Und wer wird Europameister, Herr Müller?

"Schwierig zu sagen. Aber ich glaube England."