"St. Fighter" entführen einen Zähler aus dem Leoganger Steinbergstadion!

Viel Pause blieb dem SC Leogang nicht. Nur 72 Stunden nach dem Heimtreff mit der St. Johanner 1b stand die Partie gegen den FC St. Veit auf dem Programm. Nach holprigem Saisonstart kam die SCL-Maschinerie in den letzten Wochen so richtig auf Betriebstemperatur. Bei den Pongauern sah die Geschichte ganz anders aus: Auftakt hui, die letzten Runden dann eher pfui. Das letzte direkte Aufeinandertreffen gab es im April 2016 - St. Veit gewann damals souverän mit 5:0.

 

Pirslins Distanzschuss machte in der ersten Halbzeit den Unterschied

Die Gäste aus dem Pongau erwischten am gestrigen Fußballabend den besseren Start in diese Partie. "St. Veit war enorm bissig und ließ uns nicht ins Spiel kommen", gab Leogangs Sektionsleiter Johann Obwaller zu. Erst nach rund 25 Minuten konnten die Hausherren Akzente setzen und erste Chancen verbuchen. Just in dieser guten Phase wurde der SCL von den St. Veiter eiskalt erwischt. Ein Eckball wurde nicht entscheidend geklärt, Tomislav Pirslins anschließender Fernschuss aus rund 25 Metern zischte an Freund und Feind vorbei und schlug im Gehäuse der Gastgeber ein - 0:1 (31.). 

 

Hausherren konnten aus ihrer spielerischen Dominanz kein Kapital schlagen

In Halbzeit zwei schaltete die Heimelf nach oben und erhöhte den Druck. Die Konsequenz folgte bereits in der 51. Spielminute: Roland Quehenberger sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich - 1:1. In der weiteren Folge blieb Leogang vor allem spielerisch das bessere Team. Kämpferisch hielten die Pongauer jedoch voll dagegen, wie auch Obwaller meinte: "Ich muss ihnen ein Kompliment aussprechen. Die haben wirklich alles reingeworfen." Kurz vor dem Beginn der Schlussviertelstunde flog Alexander Pühringer nach wiederholtem Foulspiel vom Feld - Gelb/Rot (73.). Wer nun glaubte, dass der Weg für den Leoganger Sieg nun freigeräumt war, der irrte sich. Die Chancenauswertung der Heimischen ließ zweifellos zu wünschen übrig, doch auch die Gäste hätten gut und gerne für ein Happy End sorgen können. "In der Schlussphase hatte St. Veit einige gefährliche Standardsituationen", war Obwaller letztendlich froh, dass nichts Schlimmeres passierte. Am Ende bekamen die circa 200 Zuseher keine weiteren Treffer zu Gesicht und es blieb bei einer gerechten Punkteteilung.

 

Johann Obwaller (Sektionsleiter, SC Leogang)

"Der Kantersieg am Dienstag hat uns nicht wirklich gut getan. Alles was gegen die St. Johanner noch funktioniert hatte, klappte gestern überhaupt nicht."

 

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