"Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt" - Leogang und Kaprun trennen sich 2:2

Im heutigen Pinzgauer Derby zwischen dem SC Leogang und dem FC Kaprun war die Favoritenfrage bereits im Vorfeld geklärt, waren die Qualitäten der Leoganger, die aus den bisherigen zwei Begegnungen vier Punkte gesammelt hatten, wohl viel weiter oben einzuordnen als jene der bis dato erfolgslosen Kapruner. Doch unverhofft kommt oft. So auch heute. Nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeitpause kamen die Hausherren am Ende allerdings doch noch einmal mit einem blauen Auge davon und holten zumindest ein 2:2-Remis.

 

Obwaller: "Sind überhaupt nicht mehr ins Spiel gekommen"

Ganze 150 Zuseher wollten sich das rein Pinzgauer Duell nicht entgehen lassen. Was diese sahen, war eine, zu Beginn sehr ambitioniert auftretende Heimmannschaft, die gut und gerne in Führung hätte gehen können, ja eigentlich fast schon müssen. "Wir hatten gleich zwei Riesenchancen", resümierte Leogangs Sektionsleiter Johann Obwaller. Für die Gäste wirkten die zwei hochkarätigen, jedoch ungenützten Möglichkeiten der Leoganger wie ein Weckruf. Die Kapruner fanden im weiteren Verlauf immer besser in die Partie und konnten sich für diese Leistungssteigerung in Minute 22 schließlich auch belohnen: Bei einem Schnittball auf Messers Schneide war Kapruns Attila Böjte den Schritt schneller am Leder als Heim-Keeper Johannes Langegger und schob die Kugel samt einen, zur Hilfe eilenden Leoganger Verteidiger ins Tor - 0:1. Zwölf Minuten später rappelte es neuerlich in der Kiste: Böjte fackelte nicht lange und traf mit seinem Flachschuss ins lange Eck - 0:2 (34.). "Nach den beiden vergebenen Chancen sind wir überhaupt nicht mehr ins Spiel gekommen", lief Halbzeit eins für Obwaller nicht gerade nach Wunsch.

 

Heimelf drückte aufs Gaspedal

Die Mair-Elf kam wie ausgewechselt aus der Kabine und übernahm gleich nach Wiederbeginn das Kommando. Diese Druckphase brachte den Gastgebern folglich auch zwei Tore. Erst ließ sich Martin Bierbaumer nicht zweimal bitten und drückte die Murmel per Kopf über die Linie (52.), wenig später zirkelte Tamas Babati einen ruhenden Ball in die Maschen - 2:2 (60.). "Dann hätte ich eigentlich geglaubt, dass wir das Spiel drehen", gestand Obwaller. Jedoch wurde daraus nichts. Denn wie schon in Halbzeit eins riss den Heimischen der Faden. Zwar entwickelte sich die Schlussphase zu einem wilden Hin und Her mit Einschussgelegenheiten auf beiden Seiten, doch am Endresultat konnte letztlich nichts mehr verändert werden. "Unterm Strich muss man sagen, dass das Spiel keinen Sieger verdient gehabt hätte. Das Ergebnis passt schon so", meinte Obwaller abschließend.

 

Der Beste bei Leogang: Jonas Bichler (LM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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