Torfestival im Pinzgauer Derby

Der Begriff Wiedergutmachung wurde im Leoganger Steinbergstadion am gestrigen Freitagabend im wahrsten Sinne des Wortes großgeschrieben. Denn sowohl für den heimischen SC Leogang (1:3 in Hüttschlag) als auch für den SK Maishofen (0:5 gegen St. Martin/T.) gab's in der letzten Runde nichts zu bejubeln. In Runde neun war definitiv auf beiden Seiten eine Leistungssteigerung erkennbar. Obwohl es einige Male im Tor eingeschlagen hatte, konnte kein Sieger ermittelt werden. Leogang und Maishofen trennten sich mit einem 3:3-Remis.

 

Nach Aglassinger-Anschluss schöpften die Gäste Hoffnung 

Als pünktlich zur Primetime um 20:15 Uhr die Kugel rollte, fanden sich ganze 200 Besucher im Wohnzimmer des SC Leogang ein. Die Hausherren machten in der Anfangsphase den etwas gefälligeren Eindruck. "Wie erwartet hat uns Leogang mit seinem schnellen Umschaltspiel in Schwierigkeiten gebracht", wusste SKM-Sektionsleiter Philipp Eder schon im Vorhinein, was auf seine Männer zukam. Ein Doppelschlag brachte die Heimelf schließlich nicht unverdient mit zwei Toren Vorsprung in Front: In Minute 31 knallte Tamas Babati eine Hereingabe von der Seite mit links ins lange Eck, kurz darauf vollendete Kapitän Martin Bierbaumer eine Müllauer-Hereingabe via Flugkopfball - 2:0 (35.). Postwendend kamen die Gäste zum Anschlusstreffer: Lediglich 60 Sekunden nach der zweiten Bude der Heimischen stellte Fabian Aglassinger nach Mario Wallner-Assist per Heber sehenswert auf 2:1 (36.). "Wichtig", schnaufte Eder durch und fügte hinzu: "So konnten wir zuversichtlich in die Pause gehen."

 

Leogang brachte die Führung nicht über die Zeit 

Die Maishofener Zuversicht wurde nach rund einer gespielten Stunde zur Realität, verwandelte Mario Wallner einen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich (61.). Wenig später kam es für die Truppe von Trainer Franz Fellerer allerdings doppelt bitter: Erst musste Leogangs Joker Manuel Riedlsperger nach toller Vorarbeit von Kapo Bierbaumer nur mehr danke sagen - 3:2 (66.), dann sah SKM-Boy Marcel Bachmann noch die Gelb-Rote Karte (74.). Doch die Gastmannschaft trotzte der numerischen Unterlegenheit und sorgte im Finish abermals für einen Gleichstand: Mario Wallner kam auf Höhe der Mittelauflage zur Kugel, ließ zwei Leoganger stehen und traf aus rund 30 Metern ins rechte Kreuzeck - 3:3 (83.). "Wunderschön", strahlte Eder. Kurz vor dem Ende gab's im Steinbergstadion noch eine unschöne Szene zu sehen. "Mario wurde von hinten böse niedergestreckt", hätte Eder anstatt Gelb für Millinger gerne einen Platzverweis gesehen. Am Ende blieb es beim 3:3, das Eder und der SKM mit Handkuss mitnahm: "Es war eine gute Leistung, aber in Summe war an diesem Tag für uns nicht mehr drin. Ich denke, wenn du mit 0:2 und später noch mit 2:3 zurückliegst, kannst du mit dem einen Punkt am Ende durchaus zufrieden sein."

 

Die Besten bei Maishofen: Pauschallob.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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