0:2 in St. Johann! Saalbachs wilde Talfahrt geht weiter

Weil der USC Saalbach-Hinterglemm aus den letzten fünf Begegnungen nur magere vier Punkte sammeln konnte, zogen im Glemmtal relativ dunkle Wolken auf. Vor dem Gastspiel bei der TSV St. Johann 1b kam noch eine andere Problematik hinzu, nämlich die lange Liste der Ausfälle. Mit zwei Torleuten sowie Oldie Werner Peis auf der Ersatzbank, gelang es der Kendler-Truppe nicht, die unangenehme Negativserie zu stoppen. Tore von den St. Johann-Boys Endi Tumbri und Tobias Scherer besiegelten gestern Nachmittag den nächsten Nuller - 0:2.

 

St. Johanns Tumbri brachte die 1b voran 

Mit Maximilian Winkler, Goalgetter Bartlmä Schwabl, Dominik Reichhold und Mike Sörensen musste Saalbachs Dompteur, Josef Kendler, gleich vier etatmäßige Stammkräfte vorgeben. "Zu viel des Guten", wusste Kendler. Doch auch auf Seiten der Pongauer gab's einige wichtige Ausfälle zu beklagen. "Simic war gesperrt und Granegger, der zuletzt unsere ganzen Tore gemacht hatte, verletzt", bestätigte St. Johann 1b-"Co" Günter Scherer. Die Partie vor rund 100 Zusehern gestaltete sich recht ausgeglichen mit Chancen hüben wie drüben. Kurz nach einer gespielten halben Stunde fiel schließlich der erste Treffer: Ein langer Ball von Routinier Erwin Keil brachte Endi Tumbri in den Blickpunkt, der sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ und ganz cool zum 1:0 einschob (31.). Wenige Augenblicke danach fast das 2:0, doch Gäste-Goalie Daniel Bschellinger konnte eine gute Möglichkeit von Sitki Felek entschärfen. "Aber auch Saalbach hatte einige Gelegenheiten. Unser Keeper Andreas Hohenwallner konnte ein paar schöne fangen", schilderte Scherer.

 

Scherer-Crew brachte Schäfchen ins Trockene

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es dann die Pinzgauer, die das Kommando übernahmen. "Saalbach hat gedrängt, wir blieben jedoch im Konter stets gefährlich", so Scherer. Inmitten Saalbachs bester Phase musste der zweite Anzug des Regionalligisten dann auch noch improvisieren. "Beide Innenverteidiger mussten mit einer Zerrung raus", ließen sich Scherer und die St. Johanner allerdings nicht vom Weg abbringen. Weil die Hausherren weiterhin nur mit einem Tor Unterschied in Führung lagen, war das Aufeinandertreffen bis zum Schluss offen und spannend. Doch je länger die Begegnung dauerte, desto weniger wurden die richtig zwingenden Chancen der Kendler-Schützlinge. In der Nachspielzeit packten die Pongauer schließlich den Deckel drauf: Tobias Scherer, Bruder vom Trainer Andreas und Sohn von "Co" Günter, veredelte einen schnell vorgetragenen Gegenangriff per Lupfer mit dem 2:0 (95.). Die Freude Scherers merkbar groß: "Tobias wurde erst vor kurzem am Meniskus operiert." Mit dem gestrigen Drei-Punkte-Zuwachs festigte sich die 1b-Mannschaft des TSV St. Johann im gesicherten Tabellenmittelfeld, beim Titelanwärter Saalbach-Hinterglemm ging indes der Negativlauf in die nächste Runde. "Der Ausgang der Partie war lange unsicher. In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Vorteile, in der zweiten dann die Saalbacher. Wenn das Spiel letztendlich Unentschieden ausgegangen wäre, hätten wir auch nichts sagen dürfen", zog Scherer ein letztes Fazit.

 

Die Besten bei St. Johann 1b: Andreas Hohenwallner (TW), Amar Cocalic (RV), Simon Oberauer (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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