Alle drei Buden gingen auf sein Konto: Mit Bartlmä Schwabl kommt im Glemmtal der Erfolg zurück

Im Hinterglemmer Waldstadion trafen in der 10. Runde der 2. Landesliga Süd mit dem USC Saalbach-Hinterglemm und dem USV Zederhaus zwei Mannschaften aufeinander, die in den letzten Wochen beide personell gesehen aus dem letzten Loch gepfiffen hatten. Weil aber bekanntlich alles ein Ende hat, durfte sowohl USC-Coach Josef Kendler als auch Zederhaus-Dompteur Gerhard Gwehenberger vor diesem Duell aufatmen: Bei den Glemmtalern kehrten mit Maximilian Winkler und Bartlmä Schwabl zwei Verletzte sowie Präsenzdiener Fatbardh Azizi und "Urlauber" Mike Sörensen zurück in den Kader. Auf Seiten der Lungauer waren die zwei zuletzt Gesperrten Rainer Pfeifenberger und Julian Gruber sowie Florian Moser wieder mit an Bord. Nachdem Zederhaus in der abgelaufenen Spielzeit gegen die Saalbach-Hinterglemmer eine positive Bilanz aufweisen konnte, gab's dieses Mal nichts zu holen: Zwar gelang den Lungauern durch Daniel Pfeifenberger der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer, ein Triplepack von Knipser Bartlmä Schwabl besiegelte jedoch die 1:3-Pleite.

 

Glemmtaler agierten "zu kompliziert"

Nach lediglich fünf gespielten Minuten brachte eine Co-Produktion zweier Rückkehrer die Saalbach-Hinterglemmer in Front: Maximilian Winkler fand mit einem scharfen Stanglpass Bartlmä Schwabl, der seine Torjäger-Qualitäten wahrlich nicht verloren hatte - 1:0. Die Hausherren waren in der weiteren Folge bemüht, doch meistens scheiterte es am finalen Pass. "Wir hatten das Spiel ganz gut im Griff. In der Offensive haben wir es aber desöfteren zu kompliziert gespielt", war Heim-Trainer Josef Kendler mit der Performance seiner Elf nur bedingt zufrieden. Weil die Glemmtaler ihren Vorsprung nicht ausbauen konnten, schlug in der 17. Spielminute plötzlich der Gast zu: Die Faustabwehr von USC-Goalie Daniel Bschellinger nach einer Standardsituation fiel zu kurz aus, Daniel Pfeifenberger hielt volley drauf und traf - 1:1. Zwar kamen die Heimischen folglich dem zweiten Treffer wesentlich näher als die Lungauer, doch bis zur Pause konnte am Gleichstand nichts mehr verändert werden.

 

Zwei Strafstöße sicherten Saalbach den "Dreier"

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Die Kendler-Schützlinge blieben tonangebend, die Zederhauser suchten ihr Heil indes im Konter. Was sich auch nicht änderte, war Saalbachs fahrlässiger Umgang mit den Einschussgelegenheiten. "Wir haben die Partie unnötig lange offen gehalten", seufzte Kendler. In der 70. Spielminute wäre es für die Hausherren beinahe knüppeldick gekommen: Nach einem schnellen Gegenangriff der Gwehenberger-Buben konnte Daniel Bschellinger einen Fernschuss gerade noch an die Latte lenken. Im absoluten Finish ging es dann noch einmal heiß her. Nach einem fragwürdigen Foul, das Referee Arkadiusz Bachanowicz zum Elfmeterpfiff hinreißen ließ und den anschließenden, unschönen Worten eines Zederhaus-Verteidigers, brannten Thomas Keil die Sicherungen durch: Tätlichkeit und Rote Karte (81.). Den fälligen Strafstoß gab's dennoch. Bartlmä Schwabl trat an und brachte seine Farben neuerlich in Front - 2:1 (83.). In der letzten Minute der regulären Spielzeit zeigte Bachanowicz ein zweites Mal auf den Punkt. Nach einem Foul von Gäste-Goalie Bernd Pichler an Joker Matthias Rohrmoser, das schließlich mit dem Roten Karton bestraft wurde, gab's nun keine zwei Meinungen. Wieder schnappte sich Bartlmä Schwabl das Kunstleder und markierte staubtrocken den 3:1-Endstand (90.). "Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge war der Sieg heute enorm wichtig. Sicherlich war es nicht unsere beste Leistung, aber morgen fragt keiner mehr danach", so Kendler abschließend.

 

Die Besten bei Saalbach-Hinterglemm: Bartlmä Schwabl (ST), Martin Kreysch (IV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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