"Mörderische Moralleistung" bringt Hüttschlag gegen Maria Alm deutlichen Heimerfolg

Auf dem Hüttschlager Kunstgrün fighteten am heutigen Sonntagnachmittag der heimische USV Almsommer Hüttschlag und der UFC Maria Alm um Punkte. Die Vorzeichen für einen Heimsieg standen nicht so gut. Während der Aufsteiger nach wie vor Probleme hatte, einen Fuß in die Tür zu setzen, lieferten die "Oima" in der jüngsten Vergangenheit gehörig ab und katapultierten sich in die Top-3. Die beiden letzten direkten Duellen, die mittlerweile mehr als ein halbes Jahrzehnt zurückgelegen waren, konnte der UFC jeweils mit 5:0 für sich entscheiden. Ähnlich klar war es auch dieses Mal. Allerdings waren es nicht die Lederer-Boys, die sich die drei Punkte schnappten, sondern die Pongauer.

 

 

Heimelf überzeugte auf allen Linien

"Wir haben uns viel vorgenommen. Dadurch dass wir schon länger nicht mehr gegen Maria Alm gespielt hatten, waren wir uns nicht zu hundert Prozent sicher, was wirklich auf uns zukommen wird", ging Hüttschlags Spielertrainer Thomas Kendlbacher dennoch gewappnet in dieses Match. Die Hausherren gingen es zu Beginn etwas defensiver an, arbeiteten gegen den Ball äußerst aggressiv und schalteten bei Kugeleroberung blitzschnell um. "Wir haben uns auf die Tugenden der Almer sehr gut eingestellt", berichtete Kendlbacher. Den ersten Lohn holte sich die Heimelf in Minute 21 ab: Der Coach höchstpersönlich sah im Rückraum seinen Bruder Manuel Kendlbacher, der sich die Pille einmal zurecht legte und eiskalt einschob - 1:0. Die Antwort der Gäste ließ aber nicht lange auf sich warten. In Minute 34 veredelte Günther Buchner einen schön vorgetragenen Angriff über die rechte Seite per Kopf mit dem Ausgleichstreffer - 1:1. Kurz vor dem Pausenpfiff von Referee Esat Temizkan glückte den Hüttschlagern die neuerliche Führung: Ein Lupfer von Thomas Kendlbacher sprang einem Gäste-Verteidiger unglücklich auf die Ferse, von dort Philipp Aichhorn die Kugel serviert bekam und auf 2:1 stellte (42.). Für Coach Kendlbacher eine doppelte Genugtuung: "Ich bin froh, dass Philipp nach zwei Monaten wieder zurück ist. Er und mein Bruder sind da vorne im Sturm ein absolutes Traumduo." Für Maria Alms Sektionsleiter Bruno Oberschneider war es hingegen ein "rabenschwarzer Sonntag": "Wir sind mit der harten Gangart der Hüttschlager überhaupt nicht zurecht gekommen."

 

Ordentliche Packung schlussendlich "zu hoch"

In Hälfte zwei konnte der USV Hüttschlag all die Vorgaben weiterhin optimal umsetzen. Zwar hatten die Pinzgauer etwas mehr vom Spiel, richtig knusprige Einschussgelegenheiten wollten sich jedoch nicht ergeben. "Wir haben wenig zugelassen", strahlte Kendlbacher. In der 56. Spielminute hieß es 3:1: Nach einem Blackout von Maria Alm-Kapitän Matthias Slowiok war für "Comebacker" Philipp Aichhorn die Türe ganz weit offen. Haargenau zehn Minuten später schlugen die Heimischen zum bereits vierten Mal zu: Ein sehenswerter 20-Meter-Heber von Thomas Taxer mit links fand den Weg ins Eckige - 4:1 (66.). In Minute 78 baute Manuel Kendlbacher die Führung seiner Farben gar noch auf 5:1 aus: Der Heim-Stürmer setzte eine Flanke mit dem Kopf ins lange Eck - 5:1. Die Chance auf Ergebniskosmetik verpassten die "Oima" in der letzten Minute der regulären Spielzeit, als Thomas Schwaiger vom Punkt nur den Pfosten traf. "Ich bin irrsinnig stolz auf meine Mannschaft. Auch wenn der Sieg für mich am Ende etwas zu hoch ausgefallen ist, kann ich den Burschen nur ein Lob aussprechen. Sie waren von der ersten Sekunde an hellwach und haben sich an die Vorgaben gehalten. Eine mörderische Moralleistung. Wenn du alles versuchst, siehst du, was möglich ist", schwebte Kendlbacher nach dem klaren Heimsieg auf Wolke sieben. Oberschneider musste indes die Heimfahrt getrübt antreten: "Wir haben uns die Schneid' abkaufen lassen. Gratulation an Hüttschlag. Sie waren heute läuferisch und kämpferisch das bessere Team, das den Sieg einfach mehr wollte."

 

Die Besten bei Hüttschlag: Christoph Schaidraiter (RV), Philipp Aichhorn (ST), Manuel Kendlbacher (ST), Thomas Taxer (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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