"Gott sei Dank ist jetzt Winterpause" - Glemmtaler Unserie in Tenneck prolongiert

In der 15. und gleichzeitig letzten Runde des 2019-Jahres bekam es der SV Konkordiahütte-Tenneck in der 2. Landesliga Süd mit dem USC Saalbach-Hinterglemm zu tun. Nachdem der SVK die Weichen ganz auf Heimsieg gestellt und zwischenzeitlich bereits komfortabel mit 3:0 geführt hatte, wurde es auf der Zielgeraden doch noch einmal spannend. Durch späte Treffer von Bartlmä Schwabl und Thomas Keil pirschten sich die Pinzgauer zwar gefährlich nahe an ein Remis heran, die drei Punkte blieben allerdings verdientermaßen im Pongau.

 

Das Hinspiel im August konnte der USC Saalbach-Hinterglemm (li. in Rot) noch mit 3:0 für sich entscheiden.

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

"Krasse individuelle Fehler" als Sargnagel Saalbachs

Der Ankick erfolgte am vergangenen Samstag kurz nach 11:00 Uhr. Für die Gäste aus dem Glemmtal scheinbar zu früh, wirkten sie zu Beginn der Partie doch sehr müde und träge. Quasi ein gefundenes Fressen für die Heimischen, die nach exakt acht gespielten Minuten den Führungstreffer bejubeln durften: Weil die Saalbacher Hintermannschaft nach einem Tennecker Corner das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte und Mario Rieder beim anschließenden Getümmel den Überblick behielt, hieß es 1:0. Rund zehn Minuten später gab Daniel Eisl nach einer unschönen Szene w.o.: Der Heim-Angreifer krachte mit Saalbachs Gerald Riedlspergers unglücklich zusammen, musste mit einer starken Schwellung im Augenbereich das Feld räumen - Johannes Holzmann sprang für ihn in die Bresche. Kurz vor dem Pausentee überschlugen sich auf der Sportanlage in Tenneck die Ereignisse. In Minute 42 wurde Arif Sahin nach einem Freistoß aus dem Halbfeld sträflich alleine gelassen, wenige Augenblicke danach forderten die Pinzgauer auf der Gegenseite gleich zweimal Elfmeter. "Zwei lupenreine Handelfmeter. Das hat glaube ich jeder gesehen", moserte Saalbachs Sektionsleiter Helmut Kurej, der hinzufügte: "Unsere Leistung war nicht gut, zwei krasse individuelle Fehler haben uns ins Hintertreffen gebracht. Da wäre das Anschlusstor vor der Pause schon sehr wichtig gewesen."

 

Der SVK (re. Christoph Rettenbacher) brachte die Glemmtaler (li. Thomas Keil) zu Fall.

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Rene Fuchslechner (li.) im Zweikampf mit Felix Edelsbacher (re.).

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

SVK lehnte sich zu früh zurück

In den zweiten 45 Minuten blieben die Pongauer das bessere und vor allem gefährlichere Team. Zwar kam die Lienbacher-Truppe der Vorentscheidung wesentlich näher als die Pinzgauer dem Anschlusstreffer, doch bezüglich nennenswerte Highlights mussten sich die knapp 200 Zuseher lange gedulden. Als Arif Sahin in der 80. Spielminute Gäste-Goalie Daniel Bschellinger umkurvte und das Kunstleder ins verwaiste Tor setzte, schien das Duell endgültig entschieden. Denkste! Erst fand eine Bartlmä Schwabl-Rakete aus rund 20 Metern den Weg ins Tor (87.), drei Minuten später köpfte Thomas Keil nach einem Winkler-Freistoß ein - 3:2. Die Glemmtaler witterten nun ihre Chance, warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Die große Ausgleichsmöglichkeit und der daraus resultierende "Lucky Punch" blieb jedoch aus. "Unterm Strich war es zu wenig, wäre ein Punktgewinn dann doch sehr schmeichelhaft gewesen. Gott sei Dank ist jetzt Winterpause", werden Kurej und der USC Saalbach-Hinterglemm als Tabellenneunter ins neue Jahr starten.

 

"Doppelpacker" Arif Sahin (li. im Duell mit Saalbachs Patrick Enn) hatte enormen Anteil am Sieg.

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Der Kopfballtreffer von Thomas Keil (re.) war der Schlusspunkt in einem sehr brisanten Finish.

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Die Besten bei Tenneck: Arif Sahin (ST), Gökhan Gürses (LM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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