Vereinsbetreuer werden

Horror-Verletzung trübt Kaprun-Sieg gegen Neukirchen

In der 20. Runde der 2. Landesliga Süd behielt der FC Kaprun auf heimischem Boden gegen den USC Neukirchen mit 3:2 die Oberhand. Der sportliche Ausgang rückte an diesem Nachmittag jedoch rasch in den Hintergrund. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts verletzte sich Neukirchens Thomas Dreier im Schulterbereich so schwer, dass die Rettung ausrücken und die Partie eine halbe Stunde lang unterbrochen werden musste.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus (ARCHIVBILD)

 

Neukirchen startete wie die Feuerwehr

"Ohne offiziellen Schiedsrichter und Linienrichter war's nicht ganz so einfach", sprach Kaprun-Sektionsleiter Thomas Mitterhauser die dieswöchige Schiri-Notlage an, die auch das heutige Pinzgauer Derby knallhart traf. Neukirchen-Coach Michael Laner schlug in die gleiche Kerbe: "Das war heute ein Paradebeispiel, dass es nicht funktionieren kann, wenn die Schiedsrichter einem Verein zu nahe stehen." Die Neukirchner erwischten im Duell Fünfter gegen Dritter den deutlich besseren Start und durften nach nur wenigen Augenblicken über den hurtigen Führungstreffer jubeln: Saric netzte ein, Heim-Handschuh Dettenbeck sah dabei alles andere als gut aus - 0:1 (1.). "Kurz darauf hätten sie sogar nachlegen können", war Mitterhauser aber froh, dass die Gäste-Boys Frauenschuh und Saric ihre vielversprechenden Sitzer ungenutzt ließen.

 

Kaprun nach Startschwierigkeiten verbessert

Der FCK, im bisherigen Frühjahr noch ohne Punkteverlust, brachte erst verspätet einen Fuß auf den Boden. Knapp nach der Halbstundenmarke schafften es die Grün-Weißen aber dann gleich auf die Anzeigetafel: Nindl stellte auf 1:1 (31.). In einem intensiv geführten Hin und Her schrammte die Heimelf wenige Momente vor der Pause nur hauchzart am Turnaround vorbei, als Kajic aus einer guten Gelegenheit kein Kapital schlagen konnte. "Letztendlich waren es wir, die den Halbzeitpfiff herbeigesehnt haben", zeigte sich Laner übers Pausen-1:1 glücklich.

 

Blaulichtalarm: Spielausgang wurde zur Nebensache

Apropos Turnaround: Der sollte den Kaprunern gleich nach dem Seitenwechsel gelingen: Eine Hereingabe fand Tosic, der via Lupfer zum 2:1 einnetzte (50.). Horror-Szenario: Beim Versuch den Torerfolg der Heimischen zu verhindern, stürzte Thomas Dreier ins Gehäuse, blieb unglücklich im Tornetz hängen und flog im Anschluss auf die Schulter. Die Konsequenzen dieser unschönen Szene? Ein Rettungseinsatz, eine lange Versorgung und eine 30-minütige Spielunterbrechung. "So viele Emotionen an einem Tag hab' ich noch nie gehabt", gestand Laner, der seinen Burschen die Entscheidung, ob weiterspielen oder nicht, offen ließ. Die Gäste spielten weiter. Und wie. Die, für den verletzten Mannschaftskollegen alles ins Zeug werfenden Laner-Schützlinge machten nach dem Restart gegen etwas tiefer agierende Kapruner viel Dampf. "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Das macht mich brutal stolz", so Laner weiter. Den Lohn holten sich die Blau-Weißen rund um den Beginn der Schlussviertelstunde ab, als Ivanovic die Kirsche nach Stanglpass über die Linie streichelte (76.). Die Freude über den Ausgleich wahrte jedoch nicht lange, denn nur vier Minuten später drückte Kajic nach Eder-Vorlage zum 3:2 ab (80.). Der Jubel über das Goal und den damit verbundenen Heimsieg hielt sich bei den Grün-Weißen allerdings in Grenzen. "Das Ergebnis hat heute einen ganz bitteren Beigeschmack", wirkte Mitterhauser geknickt. Laner ebenfalls: "Die drei verlorenen Punkte sind mir komplett egal. Wir hoffen für Thomas das Beste."

 

Die Besten bei Kaprun: Schwab (DM), Bertalanic (LV)