Na bumm! 2. Liga für den SAK doch kein Thema mehr

Die Vorfreude auf die Regionalliga West war beim SAK 1914 riesengroß. Mit unglaublichen 52 von 54 möglichen Zählern galt der Regionalliga Salzburg-Primus im Hinblick auf den Aufstieg in die 2. Liga nämlich als Topfavorit. Vor Kurzem gab's im Nonntal jedoch den Knalleffekt, schlug sich Blau-Gelb den Gedanken an den Profifußball, mangels infrastruktureller Umgebung, unverhofft aus dem Kopf. Zudem wird mit Saisonende die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Hauptsponsor auf Eis gelegt. Auch Präsident Christian Schwaiger kündigte seinen Rücktritt an.

 

Knallhartes Faktum: Keine 2. Liga im Nonntal

Der SAK 1914 hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine unglaubliche sportliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Nach dem geglückten Vermeiden des Abstiegs im ersten Jahr folgte der Meistertitel in der Salzburger Liga, die erfolgreiche Titelverteidigung des Salzburger Stiers sowie auch die sensationelle Serie von 17 Siegen und dem daraus resultierenden Herbstmeistertitel in der Regionalliga Salzburg. Diesen Erfolg hat die HCS Automotive GmbH als Hauptsponsor unter CEO Christian Schwaiger als Präsident mit großer Motivation und Akribie begleitet und gefördert. "Wir arbeiten akribisch um die notwendigen Voraussetzungen für einen Aufstieg in die 2. Liga zu packen, ein großer Brocken ist die Wirtschaftlichkeit. Wir sind laufend in Gesprächen mit potenziellen Sponsoren, die den SAK und unseren Weg unterstützen", schilderte SAK-Präsident Christian Schwaiger Anfang Dezember. Rund eineinhalb Monate später hat sich das Blatt in der Salzburger Landeshauptstadt drastisch gewendet, konnte, ungeachtet aller intensiven Bemühungen von Seiten der SAK 1914-Verantwortlichen rund um Präsident Christian Schwaiger, keine konstruktive Einigung erzielt werden. Trotz der sportlichen Erfolge, der gegebenen Unterstützung durch die Politik und der Professionalisierung des Vereins in administrativen und wirtschaftlichen Belangen, kann ein Aufstieg in die zweite österreichische Spielklasse in der kommenden Spielsaison für den SAK 1914 nicht realisiert werden. "Grund dafür sind Hürden, auf die wir als Verein keinen Einfluss haben", heißt es seitens der Nonntaler. Die Struktur des Sportzentrum Mitte, in die der SAK aus historischen Gründen vertraglich eingebunden ist, ermöglicht ein zielgerichtetes Vorgehen nicht, was für den Aufstieg in den Profifußball jedoch unumgänglich wäre. Mit anderen Worten: Um den SAK sowohl wirtschaftlich als auch sportlich erfolgreich in den österreichischen Profifußball zu führen, müsste eine eigenständige Vorgehensweise möglich sein. Die Blau-Gelben mussten jedoch zur Kenntnis nehmen, dass es nicht einmal möglich war, die infrastrukturelle Umgebung, wie sie vom ÖFB gefordert wird, auf der Anlage des SAK zu etablieren.

 

Hauptsponsor und Präsident weg

Aufgrund der Tatsache, dass somit keine nachhaltige Etablierung in der österreichischen 2. Liga möglich ist, sieht sich die HCS Automotive GmbH dazu gezwungen, die für das Unternehmen rational vernünftigste Entscheidung zu treffen und das Engagement als Hauptsponsor des SAK 1914 mit Ende der Saison 2019/20 zu beenden. Des Weiteren wird Christian Schwaiger das Amt als Präsident des SAK 1914 zur Verfügung stellen, um diese Position für neue, ambitionierte Kräfte bereitzustellen. Der Verein wird zum Zeitpunkt des Rücktritts von Christian Schwaiger als Präsident in einem schuldenfreien und soliden Zustand hinterlassen und sämtliche vertragliche Vereinbarungen der Firma HCS Automotive GmbH an den SAK 1914 werden selbstverständlich eingehalten. Das Unternehmen wird dem Salzburger Fußball aber weiterhin als Partner und Unterstützer erhalten bleiben. In welcher Art und Weise die zukünftigen Sponsoring Engagements der HCS Automotive GmbH ausfallen werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret kommuniziert werden.

 

Altes Flutlicht bleibt

"Besonders wichtig ist es uns zu erwähnen, dass die von der Stadt Salzburg budgetierten Kosten für die Flutlichtaufrüstung mangels Aufstieges in die 2. Bundesliga selbstverständlich nicht abgerufen werden. Die politisch verantwortlichen Personen wurden bereits proaktiv informiert", so die Blau-Gelben abschließend.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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