Zahlungsstopp! SAK 1914 löst alle Verträge auf

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Saisonannullierung hat das nächste Opfer gefordert. Weil die notwendigen Einnahmequellen durch Entrittsgelder oder Sponsoren fehlen, musste Regionalligist SAK 1914 im Sinne der Hintanhaltung einer möglichen Zahlungsunfähigkeit drastische Maßnahmen ergreifen. Wie vor kurzem bekannt wurde, lösten die Landeshauptstädter alle Spieler- und Trainerverträge mit sofortiger Wirkung auf.

 

(c) Fusball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Dunkle Wolken über dem Nonntal

So wunderbar und sorgenfrei die bisherige Regionalliga-Spielzeit für den SAK 1914 verlaufen ist, so grausam und schonungslos scheint sie nun zu Ende zu gehen. Nachdem es mit einem klaren Nein zur 2. Liga in der Winterpause erst die sportliche Hiobsbotschaft gab, bringen nun die aktuell herrschenden Umstände rund um Corona den Regionalliga Salzburg-Primus auch wirtschaftlich an seine Grenzen. Wie anfangs der Woche durchtropfte, lösten die Blau-Gelben mit sofortiger Wirkung sämtliche Verträge, die befristet bis 30. Juni 2020 abgeschlossen waren, via E-Mail auf, um die Liquidität des Vereines nicht zu gefährden. "Im Falle eines befristeten Arbeitsverhältnisses ist eine vorzeitige Beendigung grundsätzlich bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich. Dazu gehören auch Fälle 'höherer Gewalt' sofern von den Auswirkungen der höheren Gewalt die Allgemeinheit berührt ist. Das ist nach der Judikatur des OGH zum Beispiel bei umfassenden elementaren Ereignissen, aber auch bei Seuchen der Fall", heißt es seitens des Vereines. 

 

Schwaiger: "Befinden uns in einem Ausnahmezustand"

In Bälde soll es einen Austausch zwischen Vorstand und Spielerrat geben. Noch-Präsident Christian Schwaiger verrät: "Da wird man sich noch einmal mit dieser Thematik auseinandersetzen. Bis dahin geben wir diesbezüglich keine weiteren Kommentare ab." Der Vereinsvorstand sei jedenfalls bemüht, die Spieler bestmöglich zu unterstützen und alles zu unternehmen, dass diesen, aber auch dem Verein, keine allzu großen Nachteile entstehen. "Wie jeder andere befinden auch wir uns in einem absoluten Ausnahmezustand, dessen Ausmaße vorher keinem bewusst waren. Jetzt gilt es, das Bestmögliche daraus zu machen", so Schwaiger abschließend.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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