Kein ÖFB-Cup-Ticket! FC Pinzgau und SAK 1914 legen Protest ein

Dass bei der Vergabe der drei ÖFB-Cup-Tickets das '18/19-Ergebnis herangezogen wurde, schmeckt dem FC Pinzgau Saalfelden und dem SAK 1914 ganz und gar nicht. Die in der Abbruch-Saison 2019/20 beiden stärksten Mannschaften der Regionalliga Salzburg reichen beim Salzburger Fußballverband nun gemeisam eine Beschwerde ein.

 

Sowohl dem FC Pinzgau (li. mit Joshua Heard) als auch dem SAK 1914 (re. mit Josef Weberbauer) fehlt die Berücksichtigung der sportlichen Leistung.

Fotocredit: Facebook-Seite FC Pinzgau

 

SFV vergab ÖFB-Cup-Startplätze "nach eigenem Ermessen" an Anif, Seekirchen und St. Johann

"Den Landesverbänden obliegt es, die Startplätze nach eigenem Ermessen zu vergeben", klärte SFV-Geschäftsführer Peter Haas vor rund einer Woche auf. Der Salzburger Landesverband entschloss sich für die zu vergebenen ÖFB-Cup-Startplätze das letztgültige Ergebnis, sprich das von der Saison 2018/19, herbeizurufen. Demnach soll mit Anif der Landescupsieger und mit Seekirchen und St. Johann die beiden nächstbestgereihten Mannschaften in der Regionalliga West am österreichweiten Pokalbewerb teilnehmen. Ganz zum Leidwesen des SAK 1914 und FC Pinzgau Saalfelden, die in der annullierten Spielzeit 2019/20 nach dem Regionalliga Salzburg-Grunddurchgang die Plätze eins und zwei belegten.

 

Annullierte Saison soll zählen: Saalfelden und SAK verlangen ÖFB-Cup-Teilnahme

Wie heute Nachmittag bekannt wurde, wollen die beiden betroffenen Vereine den SFV-Entscheid nicht auf sich ruhen lassen, machen gemeinsame Sache und legen Arm in Arm Protest ein. "Wir sind gemeinsam der Ansicht, dass der Vorstand des SFV in seinem Ermessen für die Vergabe der Cup-Plätze die abgeschlossene Herbstrunde berücksichtigen hätte müssen", lautet die einstimmige Botschaft der Saalfeldener und Nonntaler. Dabei zielen die beiden Regionalliga-Klubs auf das Rechtsgutachten von o.Univ.-Prof. Dr. Martin Karollus hin, der am 11. April 2020 bei der Vergabe der europäischen Startplätze die klare Empfehlung ausgesprochen hatte, die derzeit bestehenden Tabellen heranzuziehen, sofern keine Spiele mehr durchgeführt werden können. Aus Sicht des FC Pinzgau und SAK, die beide nach der jetzigen SFV-Entscheidung durch den Rost fallen würden, soll dieser Handlungsansatz auch für die Regionalliga Salzburg gelten. Zumal der Grunddurchgang, in dem jedes Team jeweils zwei Mal gegen die Ligakonkurrenten spielt, komplettiert werden konnte. 

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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