"Um uns braucht man sich keine Sorgen machen" - SAK 1914 stellt sich nach Schwaiger-Aus neu auf

In der "Null-Saison" zerlegte der SAK 1914 die Regionalliga Salzburg nach allen Regeln der Kunst: Grandiose 17 Siege und eine Punkteteilung in den insgesamt 18 Grunddurchgangspartien sorgten für einen dicken Vermerk in den Geschichtsbüchern des Fußballs. Etwas mehr als ein halbes Jahr später ist im Nonntal vieles anders geworden. Nach dem Abgang von Präsident Christian Schwaiger müssen sich die Blau-Gelben in der Drittklassigkeit neu erfinden. Mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld rechnet Sektionsleiter Josef Penco aber schon.

 

 

16 Zu- und ebenso viele Abgänge: Julian Feiser (li.) hält dem SAK 1914 weiterhin die Treue.

(c) Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Ziele

Nach dem großen Umbruch während der Corona-Krise ist für den SAK 1914 eine Wiederholung des goldenen Herbstes 2019 reine Utopie. "Wir treten jetzt mit einer verjüngten Mannschaft auf, die erst ihre Erfahrungen sammeln muss", sagt Sektionsleiter Josef Penco. Mit einem totalen Absturz rechnet Penco nicht, will er sich mit seinen Nonntalern "irgendwo im Tabellenmittelfeld" behaupten. Die erste Bewährungsprobe für "SAK neu" gibt's bereits am kommenden Samstag. Da wartet mit dem SV Kuchl gleich der neue Klub des ehemaligen SAK-Kapitäns Robert Strobl. "Kuchl hat in der letzten Saison, aufgrund des jungen Kaders, viel Lehrgeld zahlen müssen, wurde auch oft unter Wert geschlagen. Nun haben sie mit Strobl und Hübl zwei Routiniers dazubekommen und werden meiner Meinung nach vorne mitmischen", wirft Penco einen Blick in die Glaskugel. Die Tennengauer als Auftaktgegner passt für die Blau-Gelben, wie Penco bestätigt: "Es ist zwar ein schöner Brocken, aber hauptsache nicht gleich gegen den FC Pinzgau."

 

Was man sonst noch wissen sollte...

Bereits im Jänner, wir berichteten, war klar, dass es die Zusammenarbeit mit Präsident Christian Schwaiger nach der Saison 2019/20 nicht mehr geben wird. Wilde Mediengerüchte kursierten: Der SAK finanziell angeknockt? "Blödsinn", stellt Penco richtig. "Leider ist Christian als Präsident und großer Investor nicht mehr bei uns. Die einzige Sache war die, dass wir einige Spieler einfach nicht mehr halten konnten." Ab sofort werden im Nonntal wieder kleinere Brötchen gebacken. "Es ist wie vor der HCS-Ära. Wir haben eine Mannschaft, Spieler, die in unserem Budget drin sind. Aber um uns braucht man sich wirklich keine Sorgen machen", besänftigt Penco.

 

Transfers

Zugänge: Matthias Öttl (Austria Salzburg), Benjamin Morawitz (Friedburg/Pöndorf), Eugen Rexhepi (Seekirchen), Stefan Federer, Manuel Kalman (beide Grödig), Harald Empl (FC Pinzgau), Lukas Keßler (Wals-Grünau), Nikola Trkulja (Kuchl), Sebastian Hölzl (Rosenheim), David Stojicevic (Bischofshofen), Fabian Groiss (Eugendorf), David Bergmeister, Jonas Rainer, Luca Stickler (alle Grödig 1b), Nikola Vidovic, Florian Lüftenegger (beide eigene 1b)

Abgänge: Simon Sommer (Friedburg/Pöndorf), Marco Oberst, Manuel Krainz, Christoph Bann, Florian Wiedl, Thomas Gastager (alle Austria Salzburg), Daniel Raischl (FC Pinzgau), Robert Strobl (Kuchl), Markus Berger, Hans-Peter Berger, Michael Noggler (alle Seekirchen), Elias Kircher (Bischofshofen), Mersudin Jukic (Grödig), Dennis Schmutz (Zwettl), Ermin Hasic (Golling), Bernhard Hansen (St. Johann)

 

Trainer: Roman Wallner

 

Letzte Platzierungen

2018/19  Salzburger Liga  1. 
2017/18  Salzburger Liga  6. 
2016/17  Regionalliga West  16. 

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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