„Versuchen, gewisse Dinge jetzt schon zu regeln“ - Durchgebeutelter FC Pinzgau schielt auf Folgesaison

Dass man vom Titelanwärter zum Mittelständer mutiert, stand gewiss nicht auf der To-do-Liste des FC Pinzgau Saalfelden. Eine dürftige Bilanz von fünf Siegen, einer Punkteteilung und satten sieben Niederlagen zementierte die Belegschaft der Pinzgauer im Niemandsland der Regionalliga Salzburg ein. Weil hinter der Frühjahrsmeisterschaft aktuell ein dickes Fragezeichen steht, richtet der FCPS seinen Fokus bereits auf die nachfolgende Spielzeit. In Sachen Sommertransfers wird dieses Mal auf Qualität gesetzt.

Fotocredit: FMT-Pictures/T.A. 

 

FCPS verpasste Regionalliga Play-off

Zahlenmäßig in Bezug auf die tabellarische Konstellation wollte es für den FC Pinzgau im Regionalliga-Grunddurchgang 2020 nicht nach Wunsch laufen. Mit 16 eroberten Points aus 13 gespielten Partien hinkten die Pinzgauer den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Die Wunschregion, Platz eins oder zwei, lag klar und deutlich außerhalb der Reichweite. Obwohl das Ergebnis letztendlich enttäuschend war, versucht Übungsleiter Christian Ziege den Sachverhalt etwas zu relativieren: "Wir waren in keinem Spiel die schlechtere Mannschaft. Und es gab einige Spiele, in denen wir große Möglichkeiten hatten, sie zu entscheiden, was wir allerdings dann nicht geschafft haben." Die einzelnen Spielresultate geben dem deutschen Übungsleiter recht: Bei allen Niederlagen der Ziege-Truppe stand das Geschehen auf Messers Schneide, fünf von sieben Mal scheiterte man mit einem Goal Unterschied.

 

Saalfelden träumt weiter vom Profigeschäft

Auch nach dem enttäuschenden 2020-Jahr bleibt die HPYBET 2. Liga das langfristige Ziel der Saalfeldener. Doch Ziege ist sich bewusst, dass die Regionalliga Salzburg wahrlich keine "gmahde Wies'n" ist: "Da spielen neun Mannschaften mit, die auch eine gute Arbeit machen. Du kannst nicht davon ausgehen, dass du problemlos durchmarschierst. Die Aufgabe ist schwer und du musst Respekt vor jedem haben." Weil der Frühjahrsstart momentan in der Schwebe bleibt, trifft der FC Pinzgau schon die notwendigen Vorkehrungen für die Saison 2021/22. "Wir legen uns auf die Couch und machen uns so unsere Gedanken", scherzt Ziege. "Nein, wir versuchen natürlich, gewisse Dinge jetzt schon zu regeln." Während in der jetzigen Winterpause mit keinen Neuverpflichtungen zu rechnen ist, wird sich diesbezüglich im Sommer wieder etwas tun. Vorstandsmitglied Christian Herzog bestätigt: "Wir werden weniger Spieler holen, dafür aber mit mehr Qualität."

 

Kader fürs Frühjahr wurde abgeschliffen

Sollte es zu einer Frühjahrsmeisterschaft kommen, dann werden die Pinzgauer wohl mit einem abgespeckten Kader ins Rennen gehen. Wie wir bereits im Dezember berichteten, wird ein Quintett nicht mehr in der Saalfelden Arena zu begutachten sein: Regitnig, Valentine, Cooksley, Raischl und Schubert. "Wir wollen den Spielern eine vernünftige Basis schaffen, um sich präsentieren zu können", erklärt Ziege, der anhand eines Beispiels aufzeigt, inwiefern sich die Reise für die aktiven Sportler ändern kann. "Pablo Ruiz ist damals aus der zweiten Mannschaft von Real Salt Lake zu uns gekommen - ohne eine Chance, in der MLS zu spielen zu können. Mittlerweile spielt er dort. Man sieht also, was möglich ist."

 

FC Pinzgau-Kicker "durchs Wohnzimmer gescheucht"

Aktuell absolvieren die FCPS-Akteure über Zoom und Google mit dem Fitnessguru Christian Rothart zuhause ihre Trainingseinheiten. "Der scheucht sie durchs ganze Wohnzimmer", grinst Ziege, der an Tagen wie diesen nur an die Eigenverantwortung der Kicker appellieren kann: "Die Jungs bekommen wochenweise ihre Trainingspläne übermittelt, nach denen sie selbstständig arbeiten sollen. Auch wenn momentan keiner weiß, wann es tatsächlich weitergehen wird, macht mir die Mannschaft einen sehr engagierten Eindruck." Witterungsbedingt sieht sich Ziege im Vergleich mit den Mitstreitern aus der Stadt Salzburg und näherer Umgebung etwas im Nachteil. "Klar, in Saalfelden liegt mehr und länger Schnee, dafür ergeben sich für die Spieler allerdings auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Skitouren."

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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