Maß aller Dinge: SV Kuchl führte Kontrahenten aufs Glatteis

Wie schnelllebig der Fußball sein kann, zeigt sich am Beispiel SV Kuchl in der Regionalliga Salzburg wohl am allerbesten. Vor einem Jahr noch mit dem Abstiegskampf beschäftigt, drückte die Kuchler Boyband im Herbst 2020 mächtig auf die Tube und kürte sich zur besten Mannschaft der Spielklasse. Obwohl der Grunddurchgang nicht komplettiert werden konnte, ist fix, dass die Truppe von Übungsleiter Mario Helmlinger im Frühjahr gemeinsam mit der Salzburger Austria an den überregionalen Play-offs teilnehmen wird.

Fotocredit: FMT-Pictures/T.A. 

 

Überragend: Kuchl in allen Wertungen das Nonplusultra 

12 Spiele, davon neun volle Erfolge, ein Remis und zwei Niederlagen. Und das von einem Team, dass zur selben Zeit vor einem Jahr nach 18 Runden und mit 13 Zähler noch den vorletzten Tabellenplatz bekleidete. Kein Wunder, dass Coach Helmlinger mit dem ersten Saisonabschnitt mehr als zufrieden war: "Das Team hat sensationell Performance. Wir haben alle (auch unsere eigenen) Erfahrungen übertroffen. Das es binnen weniger Monate zu einer wahren Leistungsexplosion kam, begründet der SVK-Trainer folgendermaßen: "Die Spieler haben während des Lockdowns im Frühjahr hervorragend an ihrer Physis gearbeitet und waren ab dem Trainingsstart sehr motiviert dabei. Dies war sicher eine wichtige Basis." Hinzu kommt, dass sich der einzige Tennengauer Vertreter in der Regionalliga Salzburg im Sommer sinnvoll verstärken und gleichzeitig ergänzen konnte. "Mich persönlich freut nicht nur die Punkteausbeute, sondern auch die Werte bei den erzielten und erhaltenen Toren bzw. der Kartenstatistik sowie vor allem die deutliche Leistungssteigerung der einzelnen Spieler zur Vorsaison." Ja, Zahlen lügen nicht: Die Kuchler trafen am öftesten ins gegnerische Gehäuse (29), kassierten die wenigsten Gegentore (13) und galten mit lediglich 24 "Strafpoints" als die fairste Truppe der Spielklasse. 

 

Ziele

Fix: Der SVK wird Hand in Hand mit der Austria ins überregionale Play-off der Regionalliga Salzburg, Tirol und Vorarlberg stolzieren. "Dies wurde in Salzburg so beschlossen. Noch ein bisschen skeptisch bin ich aber, ob auch Vorarlberg und Tirol rechtzeitig eine Lösung finden werden", schildert Helmlinger. Die Zielsetzung für den Showdown im Frühjahr erweist sich momentan als schwer. "Da noch völlig offen ist, wann wie trainiert und gespielt werden kann, ist es schwierig, bereits jetzt auf konkrete Ziele hinzuarbeiten. Als ersten Schritt gilt es dann darum, wieder auf das bisherige Niveau zu kommen, dann dieses weiter auszubauen", so Helmlinger, bei dem die absolute Siegermentalität durchsickert: "Grundsätzlich gehen wir sowieso jedes Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen und können. Zu was dies dann reichen kann, ist jetzt noch nicht abzuschätzen."

 

Transfers und Vorbereitung

Mit Raphael Fritzenwallner konnte die bis dato einzige Neuverpflichtung unter Dach und Fach gebracht werden. Der 21-jährige Kicker wurde vom UFC Altenmarkt nach Kuchl gelotst. "Kleine Veränderungen wird es sich noch geben", vermeldet Helmlinger. Auch noch nicht gewiss: Der Start ins offizielle Mannschaftstraining. "Das hängt alles von der dann aktuellen Lage ab. Deshalb brauch man hier noch nicht viel Energie in eine ungewisse Planung zu investieren", so Helmlinger abschließend.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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