"Ärgerlich" - Grödig muss sich gegen Saalfelden mit Punkt begnügen

Zu einem sehr interessanten Aufeinandertreffen kam es gestern im Grödiger Das.Goldberg Stadion. Da bat der heimische SV Grödig den, mit einigen Profis gespickten FC Pinzgau Saalfelden heraus. Die Bojceski-Mannen holten bislang das Punktemaximum und führten somit nach zwei gespielten Runden die Regionalliga Salzburg an. Die Pinzgauer mussten sich indes nach dem 4:1-Auftaktsieg in Wals-Grünau am letzten Wochenende gegen St. Johann (1:1) mit einer Punkteteilung begnügen. Und die Punkte wurden auch dieses Mal geteilt, sorgten die Treffer von Grödigs Lukas Schubert und Saalfeldens Tamas Tandari letztendlich für ein 1:1-Remis.

 

Grödig-Schlussmann Kalman mutierte zum Elferkiller

In einer sehr hartumkämpften ersten Halbzeit gingen die Hausherren nach nur 12 Minuten in Führung: Eine Maßflanke von Stefan Federer verwertete Lukas Schubert zum zeitigen 1:0. "Das Foul, das zum Freistoß geführt hatte, war schon unnötig und dann haben wir uns bei der anschließenden Hereingabe auch nicht wirklich gut verhalten", schimpfte Saalfeldens Sportmanager Hannes Rottenspacher. Nur wenige Aktionen danach ergab sich für die Gäste aus dem Pinzgau die ganz große Gelegenheit, die Ausgangssituation wiederherzustellen. Doch daraus wurde nichts, scheiterte Pablo Enrique Ruiz vom Punkt an Hexer Manuel Kalman. "Der gehaltene Elfmeter hat uns zusätzliche Energie gegeben", sprach Grödig-Trainer Miroslav Bojceski von einer erhaltenen Motivationsspritze. Wiederum wurde das Spiel nur wenige Minuten älter, als die Saalfeldener den vermeintlichen Ausgleichstreffer bejubelten. "Der Schiedsrichter hat auf Abseits entschieden, aber da hat es meiner Meinung nach ganz weit gefehlt", wollte Rottenspacher die Entscheidung von Schiedsrichter Samuel Sampl in dieser Situation nicht wahrhaben. Auf weitere Tore vor der Halbzeitpause warteten die rund 400 Zuschauer vergebens und so ging es mit der knappen 1:0-Führung für Grödig in die Umkleideräume. "Ich muss der gesamten Mannschaft ein Lob aussprechen. Sie hat genau das umgesetzt, was wir wollten. Wir waren in der ersten Hälfte wesentlich gefährlicher als Saalfelden", war es für Bojceski ein verdienter Zwischenstand.

 

Bojceski: "Gegentor tat sehr weh"

"Aufgrund der tollen ersten Halbzeit haben wir in der zweiten Hälfte so gut wie gar nichts verändert", verriet Bojceski. Auch die Umstellung der Saalfeldener in ein 4-1-4-1-System hielten die Grödiger lange Zeit stand. Bis zur 79. Minute: Nach einer Streitwieser-Hereingabe von links entstand im Grödiger Strafraum ein großes Gestocher, in dem Tamas Tandari die Übersicht behielt und die Murmel an etlichen Beinen vorbei ins Netz drückte - 1:1. "Der Schuss von Tandari ging durch gefühlt zehn Beine durch. Dieses Flipper-Tor tat sehr weh, zumal wir bis dato defensiv kaum bis gar nichts zugelassen hatten", war der Grödiger Coach über die Art und Weise des Saalfeldener Ausgleichstreffers not amused. Rottenspacher fiel indes ein Stein von Herzen: "Wir haben alles versucht und uns Gott sei Dank belohnen können." Am Ende blieb es beim Unentschieden, das in den beiden Lagern unterschiedlich eingeordnet wurde. "Ärgerlich. Für uns sind es zwei verschenkte Punkte. Aber wir müssen es jetzt eh so hinnehmen. Der Fokus liegt bereits auf kommenden Dienstag, wo dann der aktuelle Tabellenführer Seekirchen bei uns zu Gast sein wird", bilanzierte Bojceski. Für Rottenspacher hingegen war die Punkteteilung okay: "Ein gerechtes Unentschieden."

 

Die Besten: Valdrin Kadrija (ST), Julian Vincetic (IV), Robert Völkl (ZM); Stipo Colic (TW), Tamas Tandari (ST), Joshua Heard (LV).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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