"Minimalziel erreicht" - Schriebl-Trupp hält Grödig in Schach

Weil der SV Seekirchen am letzten Wochenende gegen Wals-Grünau (3:2) das, in der ersten Halbzeit stattgefundene Torfestival (alle fünf Treffer fielen in Durchgang eins) letztendlich für sich entschied, konnte man den dritten Tabellenplatz mehr als nur festigen. Am Sportzentrum Aug gastierte heute Abend der SV Grödig, der indes in Saalfelden knapp mit 0:1 unterlag. Im Hinspiel noch mit einem hauchdünnen 1:0 als Sieger vom Feld gegangen, mussten sich die Schriebl-Jungs dieses Mal mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Endstand: Seekirchen zwei, Grödig zwei.

 

In offenem Schlagabtausch drückten beide Teams je einmal ab

Läppische 120 Sekunden wurde dieses Duell alt, ehe die Hausherren den zeitigen Führungstreffer bejubeln durften: Nach einem Einwurf setzte sich Seekirchens Michael Aigner in der Grödiger Box entscheidend durch und bugsierte die Pille aus der Drehung ins lange Eck - 1:0 (2.). "Auf dem Niveau darf so etwas nicht passieren", kritisierte Grödig-Trainer Miroslav Bojceski seine Defensivabteilung. Nur fünf Minuten später wurde Bojceskis Gemütslage besser: Danijel Vucanovic drückte mit links zum Ausgleich ab - 1:1 (7.). In der weiteren Folge wurden die Gäste immer gefährlicher. "Grödig hat angefangen, im Konter gut zu arbeiten. Grundsätzlich war es ein hochintensives Spiel auf Messers Schneide", berichtete Heim-Coach Alexander Schriebl. Bis zum Pausenpfiff von Referee Stefan Eder gab's keine weiteren Torerfolge mehr zu bestaunen, weswegen sich beide Teams bei einem Gleichstand für 15 Minuten in die Katakomben vertschüssten.

 

Nika rettete seinen Grödigern einen Zähler

Je länger dieses Aufeinandertreffen dauerte, desto knackiger wurden die Einschussgelegenheiten. "Wir haben das Geschehen besser in den Griff bekommen und uns einige Chancen herausgearbeitet", so Schriebl weiter. Auf der Gegenseite war vor allem Matthias Finder kaum zu stoppen. "Leider hat er zweimal die falsche Entscheidung getroffen", seufzte Bojceski. In Minute 58 ging der SVS neuerlich in Front und wieder hieß der Torschütze Michael Aigner - 2:1. "Ein schönes Tor", freute sich Schriebl. Bojceski hingegen meuterte: "Den Treffer haben wir in unserer besten Phase bekommen. Anstatt aus Fehlern zu lernen, wiederholen sich diese bei uns." Danach verpassten die Heimischen die Vorentscheidung. Aigner vergab den Triplepack, einmal bewahrte Alu Grödig vor Schlimmerem. Im Finish rächte sich Seekirchens Auslassen etlicher Gelegenheiten: Petrit Nika drückte einen Stanglpass von rechts zum 2:2 über die Linie (83.). Schlusspunkt. "Das Minimalziel, Grödig auf Distanz zu halten, haben wir erreicht und deswegen sind wir auch zufrieden", konnte Schriebl mit dem einen Zähler ganz gut leben. Für Bojceski war dagegen mehr drin: "Wir leiden um die zwei Punkte."

 

Die Besten: Nico Tezzele (TW), Michael Aigner (ST), Fabian Neumayr (RM), Timo Neuhofer (ST); Julian Vincetic (ZM), Robert Völkl (ZM), Patrick Schober (RM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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