"Bei denen war jeder Schuss ein Treffer" - Kuchl muss gegen effiziente Anifer die Segel streichen

Nach zuletzt zwei ungeschlagenen Partien am Stück (1:0 gegen die Austria, 1:1 in St. Johann) wollte der SV Kuchl gestern auf heimischem Geviert gegen den USK Anif unbedingt an diese Leistungen anknüpfen. Der Gedanke an das erste direkte Duell, das Mitte August über die Bühne gegangen war, gab zusätzlich Mut: Im Wohnzimmer der Ikache-Truppe holten die Tennengauer damals den ersten Zähler in der Regionalliga Salzburg. Dieses Mal lief es für die Buben von Trainer Mario Helmlinger allerdings nicht nach Plan. Ein hocheffektives Anif, das in Durchgang zwei gleich viermal abdrückte, tütete verdientermaßen die volle Punkteausbeute ein.

 

Kuchl bewies nach kalter Dusche viel Moral

"Dass wir nach zwei Minuten in Rückstand gerieten, war natürlich nicht geplant", startete für Helmlinger und seine Kuchler das gestrige Abendspiel quasi bei 0:1. Der vom Heim-Trainer angesprochene Anifer Führungstreffer fiel dabei unter die Kategorie "Tor des Jahres": Kapitän Rene Zia fasste sich aus rund 35 Metern ein Herz und knallte die Pille ins Eckige (2.). Nur wenige Aktionen später schlugen die Hausherren zurück: Alexander Hofer tankte sich auf der rechten Angriffsseite durch und setzte das Kunstleder aus spitzem Winkel in die Maschen - 1:1 (6.). In der weiteren Folge entwickelte sich ein munteres Hin und Her, in dem die Vorteile auf Seiten der Anifer lagen. "Doch auch wir kamen immer wieder zu unseren Möglichkeiten", erzählte Helmlinger.

 

Anif feierte Kantersieg

Die zweite Halbzeit wurde lediglich elf Minuten alt, ehe die circa 300 Besucher den dritten Treffer an diesem Fußballabend bestaunen durften: Sommer-Neuzugang Dominik Stumbecker brachte Anif mit seinem ersten Treffer im USK-Trikot wieder voran - 1:2 (56.). Die Gäste, die laut Trainer Raphael Ikache "klar besser" waren, konnten vor allem in puncto Effektivität trumpfen. "Bei denen war jeder Schuss ein Treffer. Wenn sie immer so treffen, dann sind sie ganz vorne dabei", meinte Helmlinger. Florian Wiedl (60.), Dominik Stumbecker (75.) und der Schlusspunkt von Joker Kristijan Bogosavac (88.) sorgten am Ende doch für klare Verhältnisse - 1:5. "Insgesamt war es einfach zu wenig", bilanzierte Helmlinger ernüchternd. Ikache streute indes einem Youngster Rosen, nämlich dem erst 17-jährigen Justin Mühlbauer: "Er hat mit 17 einer Regionalliga-Partie seinen Stempel aufgedrückt. Ganz stark."

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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