Eine Halbzeit lang in Überzahl - St. Johann weist dezimierte Grödiger in die Schranken

Mit dem SV Grödig und dem TSV St. Johann standen sich gestern zwei Mannschaften gegenüber, die beide in der abgelaufenen Runde nicht über ein Remis hinauskamen. Der Bojceski-Trupp remisierte in Maxglan bei der Austria (1:1), die Pongauer verjuxten indes gegen Grünau (2:2) gar eine 2:0-Führung. Dank Manuel Waltls Gamewinning Goal konnte der TSV das Hinspiel im August hauchdünn mit 1:0 für sich entscheiden. Und auch dieses Mal behielten die Lottermoser-Boys die Oberhand. Begünstigt durch den Grödiger Platzverweis in Halbzeit eins setzten sich die St. Johanner am Ende knapp mit 4:3 durch.

 

Durchgang eins gab viel her

Viel Zeit musste nicht vergehen, bis die etwa 100 Besucher Zeugen der frühen St. Johanner Führung wurden: Nach einer Ecke stand Florian Ellmer parat und netzt ein - 0:1 (8.). "Wir haben danach schnell ins Spiel zurückgefunden und viel Druck erzeugt", sah Grödig-Dompteur Miroslav Bojceski einen sehr engagierten Auftritt seiner Buben. In der besten Phase der Hausherren durfte gleich zweimal gejubelt werden: Erst wurde ein schöner Vorstoß über links von Patrick Schober vollendet (31.), ehe Petrit Nika nach einem ruhenden Ball zur Stelle war - 2:1 (34.). "Dass wir das Spiel gedreht haben, war meiner Meinung nach verdient. Das Momentum lag nun ganz klar bei uns", berichtete Bojceski. Doch unverhofft kommt oft - so auch gestern im Grödiger Das.Goldberg Stadion. Quasi im Einklang mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Sergej Provci berechnete Heim-Schlussmann Manuel Kalman einen Lochpass der Gäste falsch, kam einen Schritt zu spät und konnte den Offensivlauf der St. Johanner nur mehr mit einem Foul stoppen. "Unglücklicherweise wurden wir dreimal bestraft", verriet der Grödiger Trainer. Kalman sah Rot, den anschließenden Freistoß zirkelte TSV-Kapo Milan Sreco in die Maschen - 2:2 (45.).

 

Spannung bis zum Schluss

"Der Platzverweis war der Knackpunkt", meinte Bojceski, der im Verlauf der zweiten Halbzeit aber freche Grödiger sah. "Nach der Umstellung auf ein 4-4-1 haben wir gut mitgespielt und sind sogar zu einigen Chancen gekommen", fügte Bojceski hinzu. Aufgrund der kühnen Spielweise der Hausherren ergaben sich für die Pongauer zeitgleich mehr Räume zum Kontern. "Da waren wir dann schon sehr anfällig", so Bojceski weiter. In der Schlussviertelstunde war es um den ehemaligen Bundesligisten binnen sechs Minuten schließlich geschehen: Erst stellte Philip Volk auf 2:3 (78.), kurz darauf roch es nach dem Treffer von Stefan Scherer ziemlich intensiv nach Vorentscheidung - 2:4 (84.). Weil aber Unglücksrabe Lukas Beran kurz vor dem Ende den Ball in die eigene Hütte bugsiert hatte, kam noch einmal Spannung auf. "Zwei, drei Eckbälle sorgten noch einmal für viel Hektik", bilanzierte Bojceski. Doch St. Johann brachte das Schäfchen letztendlich ins Trockene und durfte sich über die volle Punkteausbeute und das zwischenzeitliche Vorrücken auf Rang fünf freuen. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie wollte, hat unermüdlichen Willen gezeigt. In der Defensive hatten beide Mannschaften ihre Probleme. St. Johann hat dies besser nützen können", nahm Bojceski das sechste sieglose Spiel am Stück mit einer gehörigen Portion Ernüchterung hin.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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