Nach Heim-3:2 gegen die Austria: Platz drei ist Seekirchen fast nicht mehr zu nehmen

Die Sonntagsmatinee der Regionalliga Salzburg fand dieses Mal im Seekirchner Sportzentrum Aug statt, wo sich der hiesige SV Seekirchen und der SV Austria Salzburg gegenüberstanden. Ähnlich wie im ersten direkten Duell dieser Spielzeit, das die Männer von Trainer Alexander Schriebl hauchdünn mit 1:0 für sich entscheiden konnten, setzten sich auch dieses Mal die Seekirchner durch. Nach einem über weite Strecken recht munteren, intensiv geführten, aber ausgeglichenen Schlagabtausch machte Joker Olugbemiga Ogunlade kurz nach Beginn der Schlussviertelstunde den zahlenmäßigen Unterschied aus.

 

 

Mayer egalisierte Seekirchens Elfergeschenk

Vor heimischem Publikum hätte der SV Seekirchen beinahe in rekordverdächtiger Zeit auf 1:0 gestellt, doch Austrias Christian Schlosser und Mario Keil konnten einen Wechselberger-Kopfball mit vereinten Kräften gerade noch an die Latte lenken. Als wenig später ein Büchele-Faller im Zweikampf mit Mario Keil einen Strafstoß zur Folge hatte, verstanden die Violetten die Welt nicht mehr. "Jeder im Stadion hat gesehen, dass das kein Elfmeter war", murrte Gäste-Trainer Christian Schaider. Timo Neuhofer war's auf gut Deutsch gesagt "wurscht" und brachte seine Seekirchner vom Punkt mit 1:0 voran (10.). Nachdem beide Mannschaften immer wieder zu Halbchancen gekommen waren, sorgte Nicholas Mayer in der 33. Spielminute per Kopf doch noch für einen leistungsgerechten Gleichstand zur Halbzeitpause - 1:1.

 

Schlafmützigkeit brachte Austria um Zähler

Die Städter kamen mit viel Entschlossenheit aus den Katakomben und schafften in Minute 58 den Turnaround: Hödl brach auf der linken Angriffsseite durch, sah den heranrauschenden Lukas Marasek, der die Violetten erstmals an diesem Fußballnachmittag in Front brachte - 1:2. Der Jubel über die Bude Maraseks wahrte allerdings nicht lange, zimmerte Fabian Neumayr das Kunstleder nur fünf Minuten später von der Strafraumgrenze volley ins Gehäuse - 2:2 (63.). Als die Schlussviertelstunde bereits eingeläutet war, kam es für die Landeshauptstädter noch dicker: SVS-Joker Olugbemiga Ogunlade tauchte gefährlich in der Austria-Box auf und setzte die Murmel mit viel Wucht ins lange Eck - 3:2 (76.). "Ärgerlich. Da gehst du 2:1 in Führung und dann schläfst du gleich zweimal", moserte Schaider. Die Austria gab sich aber nicht auf und versuchte im Finish alles, um zumindest noch zu einem Punktgewinn zu kommen. Kurz vor Schluss ging Lukas Purkrabek im "Sechzehner" der Heimischen zu Boden. Die Gäste forderten Elfer, vergebens, blieb die Pfeife von Spielleiter Ramiz Begovic stumm. "Ich möchte die Schiedsrichterleistung gar nicht kommentieren. Die hat eh jeder gesehen", brodelte Schaider innerlich. Weil der eingewechselte Andrej Lazarevic noch den Matchball am Kopf hatte, aber vergab, blieb es letztendlich beim knappen Heimerfolg für die Seekirchner, die damit fast nicht mehr vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen sind.

 

Die Besten bei Seekirchen: Tobias Wechselberger (IV), Felix Eliasch (IV), Josef Höller (ZM).

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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