Vereinsbetreuer werden

Schon wieder! Moralstarke Grünauer holen in Kuchl Zwei-Tore-Rückstand auf

In der Halbzeitpause hätte wohl keiner mehr auf einen Punktgewinn des SV Wals-Grünau gewettet - zu diesem Zeitpunkt waren die Aigner-Buben auswärts beim SV Kuchl fast schon aussichtslos mit 0:2 zurückgelegen. Eine massive Leistungssteigerung der Grün-Weißen belehrte die Skeptiker im Verlauf der zweiten Halbzeit aber eines Besseren. Nachdem Christian Schnöll und Marcel Bernhofer den Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht hatten, schnüffelte das Tabellenschlusslicht gar am Sieg. Gleich drei Matchbälle konnten allerdings nicht verwertet werden. 

 

Fotocredit: FMT-Pictures/TA (ARCHIVBILD)

 

Kuchl legte mit Doppelschlag Grundlage zum vermeintlichen Heimdreier

"In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut", nahm's Grünau-Dompteur Franz Aigner zähneknirschend zur Kenntnis. Seine Schützlinge hatten gegen gefällige Tennengauer nicht viel entgegenzusetzen. Logisch, dass die Gemütslage von Christian Seidl, dem Sportlichen Leiter der Kuchler, bedeutend besser war: "Wir haben stark angefangen, den Ball gut in den Reihen laufen lassen." Der SVK punktete zwar mit Feldüberlegenheit, so richtig spruchreife Offensivmomente wollten aber vorerst nicht auftauchen. Dennoch brachte ein Doppelschlag die Buck-Elf im Eiltempo auf die vermeintliche Siegerstraße: Erst rieb Kaindl Kollege Fötschl das 1:0 auf (25.), nur um sich kurz darauf für ein vorzeitiges Ostergeschenk von Gäste-Goalie Strobl zu bedanken - 2:0 (27.). "Da hat er sich verdribbelt", knurrte Aigner.

 

Stark verbesserte Gäste rochen Lunte, wollten mehr 

"Wir dachten, der Käse sei gegessen", wiegten sich Seidl und seine mit zwei Goals Vorsprung führenden Kuchler vorschnell in Sicherheit. Die Rechnung bekamen sie im zweiten Durchgang knallhart präsentiert, als man nach Schnölls Anschlusstreffer (48.) zusehends unsicherer wurde und sich Bernhofer schließlich für den zahlenmäßigen Gleichstand verantwortlich fühlte (76.). Im Schlussakt schien die Begegnung vollkommen zu kippen, doch Dembele, Bernhofer und Schnöll vergaben beste Siegchancen. "Nach einem 0:2-Rückstand musst du in Kuchl erst einmal einen Punkt holen. Andererseits hätte ich den Burschen den Sieg gegönnt. Die waren in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt", sagte Aigner. Indes avancierte für Seidl der Schlusspfiff zum Signal der Erlösung: "Wir hätten das Spiel auch noch verlieren können." Déjà-vu: Schon im ersten (August 2021) der bisherigen drei Saisonduelle lag Grünau in Kuchl zur Pause mit 0:2 hinten, holte auch damals noch ein 2:2-Remis.

 

Die Besten: Sabic (ZM), Kaindl (OM) bzw. Pauschallob