"Mister Zuverlässig" schießt Zell ins Cup-Halbfinale!

Im Viertelfinale des Salzburger Landescups trafen am heutigen Mittwochabend der SV Straßwalchen und der FC Zell am See aufeinander. In diesem Duell wurde der letzte Halbfinalist ermittelt. Während die Bergstädter Mittersill (7:0), Hollersbach (10:0) und den HSV (2:0) aus den Weg räumten, setzte sich der letztjährige Finalist gegen Ebenau (3:2), Berndorf (1:0), Bürmoos (2:0) und Schwarzach (4:3 im Elfmeterschießen) durch. Um die Story von der abgelaufenen Spielzeit wiederholen zu können, war für die Kalhammer-Crew ein Sieg gegen die Zeller Grundvoraussetzung. Aber aufgepasst: In den letzten zwei direkten Duellen behielten die Pinzgauer am Ende die Oberhand. 

 

 

Zell am See ließ nichts anbrennen

Lange brauchten beide Mannschaften nicht, um sich in diesem Cup-Fight einzugrooven. Die Gäste aus der Bergstadt begannen wie schon im Ligaspiel gegen Eugendorf äußerst kompakt und ließen so gut wie keine zwingende Torchance der Hausherren zu. "Der Matchplan war der gleiche wie am Wochenende. Wir agierten defensiv diszipliniert und schalteten nach Ballgewinn schnell um", schilderte Zells Sportlicher Leiter Patrick Kasper. In der 19. Minute ging den Pinzgauern ihre Rechnung auf: Dejan Tosic zog von der rechten Angriffsseite nach innen, legte uneigennützig auf Philipp Landauer ab, der das Leder aus rund 16 Meter staubtrocken im Heim-Gehäuse versenkte - 0:1. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war Straßwalchen zwar bemüht, schnellstmöglich die Ausgangssituation wiederherzustellen, doch in der gut sortierten Gäste-Abwehr bissen sich die Mannen rund um Trainer Michael Kalhammer ein ums andere Mal die Zähne aus. 

 

Zells Viertler bügelte "Fehler" wieder aus

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, machte die Heimelf einen sehr aggressiven und ambitionierten Eindruck. "Der Gegner war nach der Pause sehr präsent und hatte in dieser Phase wesentlich mehr Spielanteile", gestand Kasper. Was folgte, war in Minute 55 der Ausgleich: Nach einer Standardsituation des Gastgebers mutierte Simon Viertler zum Pechvogel und bugsierte das Spielgerät bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor - 1:1. Die Zeller steckten nicht auf und zogen ihr Ding weiterhin gnadenlos durch. "Wir fokussierten uns noch mehr auf die schnellen Gegenangriffe", so der Sportliche Leiter der Bergstädter weiter. In Minute 71 bissen die Gäste nach einem dieser, von Kasper angesprochenen Konter eiskalt zu: Solciansky brach auf links durch, bediente Simon Viertler, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste - 1:2. Im absoluten Finish ergab sich für die Straßwalchener noch die große Möglichkeit auf den neuerlichen Ausgleich. "Das war ein Hunderter", schnaufte Kasper durch. Schlussendlich gelang es Zell am See, den knappen Vorsprung über die Runden zu bringen und ins Halbfinale des Salzburger Landescups einzuziehen.

 

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