1:1 gegen Altenmarkt, aber: In Straßwalchen wurde der Sport "zur geringsten Nebensache"

Mit der Partie zwischen dem SV Straßwalchen und dem UFC Altenmarkt bog die Salzburger Liga gestern Mittwoch endgültig auf die Zielgerade ein. Für beide Mannschaften war es der letzte Auftritt einer langen und kräftezerrenden Spielzeit, wodurch sich alle Beteiligten um einen gelungenen Abschluss bemühten. Zwar kamen die Hausherren, trotz deutlichem Chancenplus, letztendlich nicht über ein 1:1-Remis hinaus, doch in der Straßwalchener Negova-Arena rückte dieser Spielausgang blitzschnell in den Hintergrund.

 

Altenmarkt schaffte das, was Straßwalchen nicht schaffte

Ein Blick auf die beiden Mannschaftskader zeigte bereits im Vorfeld, dass die Altenmarkter die Reise in den Flachgau sehr ersatzgeschwächt antreten mussten. "Sie hatten nur einen Auswechselspieler mit", bestätigte auch Straßwalchens Sportlicher Leiter Johann Loibichler. Die Hausherren nahmen in der Anfangsphase das Ruder in die Hand und erspielten sich einige Hochkaräter, aus denen jedoch nichts heraussprang. "Ein Sinnbild des gesamten Frühjahrs. Egal ob Pech oder Unvermögen, wir vernebeln einfach zu viele Chancen", nörgelte Loibichler. Lugstein mit einem Schuss an die Innenkante der Latte und Bergschober mit einem Hammer ans Lattenkreuz kamen den Führungstreffer wohl am nächsten. Unverhofft kommt oft - dürften sich die Gäste aus dem Pongau in der 31. Spielminute gedacht haben. Denn komplett entgegen den bisherigen Spielverlauf ging Altenmarkt in Front: Nachdem ein Straßwalchen-Verteidiger ausgerutscht war, lief Sebastian Stiegler alleine auf die Hütte der Heimischen zu, umkurvte Nöhmer und schob mühelos ein - 0:1. "Eigentlich hätten wir 3:0 führen müssen", traute Loibichler zur Halbzeitpause seinen Augen nicht.

 

Ergebnis nur zweitrangig

Nach dem Wiederbeginn dauerte es schließlich nicht allzu lange, bis die Straßwalchener Kicker ihre Anhänger endlich erlösen konnten: In Minute 57 musste Michael Kübler einen Stanglpass nur noch über die Linie drücken - 1:1. In der weiteren Folge hatte die Kalhammer-Truppe das Spielgeschehen nach wie vor unter Kontrolle. "Gefühlt 70:30 Ballbesitz, doch die Aktionen wurden zum Teil nicht sauber fertiggespielt", bilanzierte Loibichler. Und beinahe wäre dieser Schuss zum zweiten Mal an diesem Fußballabend nach hinten losgegangen: Die Altenmarkter steuerten alleine auf Nöhmer zu, der Straßwalchener Keeper konnte sich allerdings auszeichnen und seine Mannen vor dem neuerlichen Rückstand bewahren. Obwohl die Heimelf deutlich mehr vom Spiel hatte und den Führungs- respektive Siegestreffer redlich verdient gehabt hätte, musste sie sich schlussendlich mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Doch das Resultat war an diesem Mittwoch nur zweitrangig. Manuel Holzreiter, Stammkraft des SV Straßwalchen, zog sich bei einem bösen Autounfall schwere Verletzungen zu. "Gott sei Dank ist Manuel mittlerweile außer Lebensgefahr. Das ist jetzt das Wichtigste. Das Sportliche wurde somit zur geringsten Nebensache", zeigte sich Loibichler tief bestürzt.

 

Die Besten: Fabian Bergschober (Verteidigung), Franz Promberger (Verteidigung), Georg Seidl (Mittelfeld); Simon Weitgasser (Mittelfeld).

 

 

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