"Allianz der Willigen" - ÖTSU Hallein präsentiert neues Vereinskonzept

Der Abstiegskampf ist bei der ÖTSU Hallein fast schon zur Tradition geworden. 2016/17, 2017/18 und zuletzt 2018/19 kämpften die Salinenstädter in der Salzburger Liga jeweils um's blanke Überleben und schafften es jedes Mal, das Abstiegsgespenst in die Schranken zu weisen. Der nervenaufreibende Fight um den Ligaverbleib hat dem einen oder anderen Vereinsverantwortlichen der Halleiner bereits einige Haare gekostet. Im nächsten Spieljahr will es die ÖTSU nicht mehr so spannend machen und visiert einen einstelligen Tabellenplatz an. Um dies zu erreichen, wird zu einem neuen, interessanten Konzept gegriffen, indem die Förderung des Eigengewächses an oberster Stelle steht. 

 

Für abstiegskampferprobte Halleiner gab es erneut ein "Happy End" 

"Nach dem Abstiegskampf ist vor dem Abstiegskampf" - dieses Motto traf auch in der letzten Saison wieder auf die ÖTSU Hallein zu. Die abgelaufene Spielzeit setzte sich nämlich so fort, wie die vorhergehende geendet hatte. Die Halleiner gerieten schon zu Beginn in akute Abstiegsnot und überwinterten schlussendlich auf dem vorletzten Tabellenplatz. Doch wie schon in den Spieljahren davor gelang es den Salinenstädtern, den Karren aus den Dreck zu ziehen und schafften den Ligaverbleib. "Aufgrund vieler Verletzungen mussten wir oft das letzte Aufgebot zusammenkratzen. Dass wir neuerlich permanent im Abstiegsstrudel steckten, stellt uns logischerweise nicht zufrieden", bilanziert Hannes Grandits, der Sektionsleiter der Halleiner. 

 

ÖTSU schlägt einen neuen Weg ein 

Um die inneren Körperorgane der Vereinsverantwortlichen weitgehend zu schonen, möchte die ÖTSU in der kommenden Saison nichts mit dem Abstiegsfight zu tun haben. "Unsere Wunschvorstellung wäre ein einstelliger Tabellenplatz", hofft Grandits auf eine ruhigere Saison. Helfen soll dabei ein Konzept, dass bei den Halleinern ab sofort greifen soll. In der, wie es Grandits so schön formuliert, "Allianz der Willigen" sind "alle motivierten Spieler, die genug Willen zeigen, recht herzlich willkommen." Doch wie wird dieses Projekt aussehen? "Die Kampfmannschaft, 1b und U16 trainiert haargenau nach dem gleichen Schema. Die Trainer der jeweiligen Mannschaften kommunizieren stets untereinander und es kann durchaus sein, dass der Kampfmannschaftstrainer in der 1b aushilft und umgekehrt", erklärt Grandits.

 

Grandits: "Wollen auf unsere eigene Jugend setzen" 

Bezüglich Zu- und Abgänge hat sich bei den Tennengauern bis dato mächtig viel getan. Patrick Sparber, Bernhard Marx, Mirel Kahrimanovic (alle Adnet), Michael Neureiter (Hallwang), Alexander Troger (FC Hallein) und Adrian Vurbic (Golling) ziehen allesamt von dannen. Neu bei der ÖTSU sind indes Aleksandar Andonov, Filip Dramac (beide Hallwang) und Udo Oberauer (Lebring). Zudem wird der bestehende Kader mit einem Torwarttalent aus der Hans-Peter-Berger-Schule sowie den Youngster David Petrovic und Anil Aygün (jeweils eigener Nachwuchs) aufgefüllt. Um die Stütze, bestehend aus einigen Routiniers, wird ausschließlich mit dem Eigengewächs gearbeitet. "Wir wollen nicht nach Spielern von anderen Vereinen angeln, sondern auf unsere eigene Jugend setzen", offenbart Grandits. Laut dem Halleiner Sektionsleiter beträgt das Durchschnittsalter in der Kampfmannschaft momentan 22, in der 1b 18.

 

Frischgebackenes Trainer-Trio 

Neuigkeiten gibt's auch auf der Trainerbank. Der bisherige Dompteur Heinz Vitzkotter geht künftig dem Amt des Sportdirektors nach. Neuer Chefcoach ist Eidke Wintersteller, ihm assistieren Thomas Ackermann (TW-Trainer) und Max Friedmann ("Co" und Physio).

 

Salinenstädter holen sich bereits den letzten Schliff 

Unter der Leitung von Neo-Coach Wintersteller wurden schon die ersten Trainingseinheiten absolviert. Nach den geplanten Testspielen trifft die ÖTSU Hallein im Zuge der ersten Cuprunde am 20. Juli auf den Sieger der Partie zwischen Lamprechtshausen und Bergheim. Eine Woche später folgt dann mit dem Tennengauer Derby gegen Golling der Start in den Ligaalltag.

 

 

 

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