"Haben noch einmal die Kurve gekratzt" - Kränkelnde TSU Bramberg auf dem Weg der Besserung

Ende gut, alles gut - so lässt sich der erste Saisonabschnitt aus Sicht der TSU Bramberg wohl ganz gut zusammenfassen. Nach einem enttäuschenden Start, in dem sich die Oberpinzgauer vorwiegend im hinteren Tabellendrittel aufgehalten hatten und dem daraus resultierenden Trainerwechsel, konnte sich Bramberg gegen Herbstende hin etwas fangen und mit Zwischenrang acht das Feuer am Dachstuhl löschen. Mit nur sechs Zählern Rückstand auf Golling (5.) scheint das präsaisonal ausgesprochene Saisonvorhaben, einen Top-5-Platz zu erreichen, zudem keine Mammutaufgabe zu sein. 

 

TSU mit blauem Auge davongekommen

Mit hohen Ambitionen in diese Spielzeit gestartet, wollte es für die TSU Bramberg anfangs mal überhaupt nicht laufen. Nach unkonstanten Leistungen wurde in der sechsten Runde beim Gastspiel in Puch der Tiefpunkt erreicht: Weil die Wildkogler im Tennengau aus den zwei Platzverweisen der Pucher kein Kapital schlagen konnten und sich am Ende mit einem mageren 1:1-Remis begnügen mussten, sprach Stefan Leppert, der Sportliche Leiter, gar von einer "toten Mannschaft". Die TSU sah sich zum Handeln gezwungen: Coach Helmut Baic musste seine Sachen packen und wurde von Tamas Arnoczki abgelöst. Zwar brauchte der berühmt-berüchtigte Trainereffekt in der weiteren Folge etwas Anlaufzeit, dennoch schaffte es der Ex-TSU-Kicker, ein kriselndes Bramberg von der Abstiegszone zumindest ins gesicherte Tabellenmittelfeld zu befördern. "Mit dem letzten Drittel im Herbst sind wir sehr zufrieden. Da haben wir noch einmal die Kurve gekratzt und befinden uns nun auf einem guten Weg", sagt Leppert. Die Installation von Arnoczki als Trainer wirkte sich nicht nur zahlenmäßig aus, wie Leppert erklärt: "Merkt man nun, dass eine andere Stimmung in der Mannschaft herrscht. Es wird viel mehr gesprochen und ganz anders miteinander umgegangen - deutlich moderner also."

 

Arnoczki-Mannen schielen schon auf die nächste Saison

Aufgrund des Hochs zum Herbstkehraus ist nun auch das vereinsinterne Saisonziel, sich einen Platz unter den ersten Fünf zu krallen, wieder realistischer geworden. "Aktuell haben wir sechs Punkte Rückstand auf den Fünftplatzierten. Da ist noch alles möglich", bestätigt Leppert. Der Blick der Wildkogler ist allerdings bereits auf die kommende Saison gerichtet. "Wir wollen uns im Frühjahr einspielen und uns das nötige Selbstvertrauen holen, damit wir im neuen Spieljahr voll angreifen können", so Leppert weiter. Bezüglich Spielermaterial wird es beim Verein aus dem Oberpinzgau auch kleinere Veränderungen geben. Mit Christof Klinkan (Saalfelden) und Lovre Krncevic (Snaefell) wurden zwei Spieler geholt, die der TSU-Defensive noch mehr Qualität einhauchen sollen. Vor allem der Zweitgenannte verspricht so einiges. "Er ist beidfüßig, kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenverteidigerposition auflaufen", freut sich Leppert auf den Kroaten, der zuletzt in Island kickte. Des weiteren kommt Thomas Straka aus Neukirchen zurück, soll als "Co" und Spieler im "Standby-Modus" fungieren. "Auf Marco Enzinger dürfen wir natürlich auch nicht vergessen, der nach seinem Kreuzbandriss im Frühjahr wieder einsatzbereit sein wird", fügt Leppert hinzu.

 

Zum Start nach Thalgau - gutes Omen?

Nach einem zweiwöchigen Hallentraining geht's für die Bramberger am kommenden Montag so richtig los. "Wir werden vier Mal pro Woche trainieren", verrät Leppert. Zweimal arbeitet der aktuelle Tabellenachte der Salzburger Liga auf dem Kunstgrün in Piesendorf und zweimal wird in der Kraftkammer oder in der Halle geschwitzt. Zum Frühjahrsauftakt bekommt es die TSU am 28. März in Thalgau zu tun. Die Erinnerungen an das erste Saisonduell mit dem UFV könnten besser nicht sein, zeigten die Oberpinzgauer beim Heim-5:0 die wohl bis dato beste Saisonleistung.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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