Vom Abstiegskampf ins Titelrennen - Der große Wandel des SK Adnet

Als Liganeuling hatte es der SK Adnet in der abgelaufenen Salzburger Liga-Spielzeit alles andere als leicht. Nach einem wahren Seuchenfrühjahr, aus dem nur mikrige fünf Punkte herausgesprungen waren, schafften die Tennengauer am Ende des Tages aber trotzdem den so wichtigen Klassenerhalt. Weil in der Sommerpause ein großer personeller Umbruch folgte, stand hinter dem SKA ein großes Fragezeichen, welches in der darauffolgenden Herbstsaison jedoch eindrucksvoll in ein Rufzeichen umgewandelt wurde. Mit 33 Zählern auf dem Konto mutierten die Burschen von Coach Thomas Schnöll nicht nur zum Riesentöter, sondern auch zu einem der besten Teams der Liga. Im kommenden Frühjahr möchte die Schnöll-Crew weitere Fortschritte machen.

 

Adneter 180-Grad-Drehung: Vom Sorgenkind zum heißen Eisen

Wir drehen die Zeit zurück. Herbst 2018: Der Aufsteiger SK Adnet konnte mit den ersten 17 absolvierten Partien recht zufrieden sein, rangierte man zum Jahreswechsel auf einem Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld. Im zweiten Saisonabschnitt wollte das Werkl der Tennengauer allerdings nicht mehr so laufen. Die Ausbeute? In 13 Begegnungen nur magere fünf Zähler. Dennoch durfte im Juni durchgeatmet werden, reichte die Performance der Adneter letztendlich für den Ligaverbleib. "Die Vorzeichen waren alles andere als optimal", schildert Adnet-Trainer Thomas Schnöll. "Die Burschen haben im Frühjahr nur fünf Punkte geholt und im Sommer gab's schließlich einen großen Umbruch." Die Adneter, die seit der Sommerpause vom Trainerteam Schnöll/Kronreif gecoacht werden, trotzten allerdings den suboptimalen Umständen, krempelten die Ärmel nach oben und lieferten Woche für Woche ab. Und wie. Nach 15 Runden krallten sich die Schnöll-Buben den sensationellen zweiten Platz. "Der Herbst lief hervorragend, ein wenig außergewöhnlich muss man fast schon sagen. Zumal wir ja mit ganz anderen Vorzeichen gestarten waren", schwärmt Adnets Coach Thomas Schnöll. Das Erfolgsgeheimnis kennt Schnöll: "Wir haben die Resettaste gedrückt und die Festplatte neu bespielt. Ich muss der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Ich als Trainer vermittle die Spielidee, die handelnden Personen sind und bleiben die Spieler." Mit 33 Zähler holten die Tennengauer bis zur Winterpause um sieben Punkte mehr als im kompletten letzten Spieljahr. Dementsprechend kennt die Begeisterung Schnölls schier keine Grenzen: "Vor allem die Art und Weise, wie wir die Spiele bestritten haben, war beeindruckend. Das kam der Idee, wie ich mit Adnet Fußball spielen will, sehr nahe."

 

Vize-Herbstmeister will weiterhin die "Großen" ärgern 

Im zweiten Saisonabschnitt will der SK Adnet den nächsten Schritt gehen und sich peu á peu sowohl physisch als auch psychisch weiterentwickeln. "Und so lange wie möglich die sogenannten 'großen Vereine' ärgern", ergänzt Schnöll. In der Winterpause konnte sich der Vize-Herbstmeister die Dienste von Keeper Dominik Lindenthaler (Altenmarkt), Thomas Haider (FC Hallein) und Abdurrahim Algül (ÖTSU Hallein) sichern. Weg ist hingegen Nevzat Cukeski, der seine Zelte künftig in Taxham aufschlägt. Zudem muss der Schnöll-Trupp im Frühjahr weiterhin auf Maximilian Grasegger verzichten. Der Ex-Austrianer zog sich im Herbst beim Training einen Kreuzbandriss zu.

 

Sportplatz als Baustelle - SKA beklagt Wurmbefall 

Die Tennengauer haben bereits intensive Trainingswochen inklusive Trainingslager in Rovinj hinter sich. "Wir trainieren seit dem 13. Jänner vier bis fünf Mal pro Woche", verrät Schnöll. Zweimal wird das Kunstgrün in Hallein genutzt, zweimal stehen entweder Hallen- oder Laufeinheiten am Programm und am Wochenende folgt meist ein Testgalopp. Fakt ist, die Einstellung der SKA-Kicker stimmt. "Die Mannschaft zieht super mit, zeigt sich sehr widerstandsfähig. Im Hinblick auf das Frühjahr bin ich guter Dinge", bestätigt Schnöll. Einziges Wehwehchen: Im Fußballrasen der Adneter ist im wahrsten Sinne des Wortes der Wurm drin. Eine große Platzsanierung steht erst im Sommer vor der Türe. Der Pflichtspielauftakt für Adnet erfolgt am 28. März auswärts gegen Straßwalchen. Im Hinspiel Mitte August behielten die Tennengauer klar mit 5:2 die Oberhand.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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